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Doch die vorhandenen Ersparnisse reichen bei vielen Bundesbürgern nicht aus, um ihren Lebensstandard nach Rentenbeginn halten zu können. So hatte die Hälfte der Haushalte, deren Hauptverdiener zwischen 1964 und 1968 zur Welt kam, im Jahr 2003 mindestens knapp 30.000 Euro zu wenig auf der hohen Kante, um im Alter ab 65 Jahren ohne größere Einschnitte leben zu können. Bei den Jahrgängen 1969 bis 1973 beträgt die entsprechende Vermögenslücke immerhin gut 25.000 Euro.

Dass sich dieser Betrag bei den ab 1974 Geborenen „nur“ auf etwas mehr als 17.000 Euro beläuft, ist ein durchaus zweischneidiges Schwert. Einerseits haben diese jungen Menschen noch relativ viel Zeit, ihre Rentenlücke zu schließen. Andererseits bedeutet z.B. ein um 10.000 Euro zu geringes Vermögen für jemanden, der in zehn Jahren in Rente geht, einen Fehlbetrag von nur 45 Euro im Monat. Dagegen wird jemand, der noch 40 Jahre zu arbeiten hat, mit der gleichen Vermögenslücke später einmal monatlich 126 Euro zu wenig im Geldbeutel haben. Deshalb sollten sich auch die Jungen stärker mit dem Thema Vermögensbildung beschäftigen.

Manfred Jäger
Rentenlücken in Deutschland
Teilergebnis des von der informedia-Stiftung – Gemeinnützige Stiftung für Gesellschaftswissenschaften und Publizistik Köln geförderten Forschungsprojekts „Soziale Umverteilung in Deutschland“
IconIW-Trends 4/2007