Fels in der Brandung Image
Quelle: Fotolia

Zudem werden deutsche Immobilien im Schnitt mit 80 Prozent Fremdkapital finanziert – im Ausland liegt diese Quote deutlich höher. Ungemach droht nun ausgerechnet durch die neuen Vorschriften zur Stabilisierung des Finanzierungssystems, kurz Basel III. Die Anforderungen für langfristige Darlehen sollen stark steigen, was diese teurer macht. Das könnte viele Darlehensnehmer und Banken dazu bewegen, mehr variable Hypothekendarlehen zu wählen bzw. anzubieten – die Preise würden also häufiger schwanken. Auch die vorgesehene risikounabhängige Eigenkapitalquote von mindestens 3 Prozent könnte besonders den Pfandbriefbanken, die stark im Immobiliengeschäft engagiert sind, das Leben schwer machen. Es rechnet sich für sie schlicht nicht, für ihre eher risikolosen Geschäfte mehr Eigenkapital als bisher aufzubringen.

Ralph Henger, Michael Voigtländer
Immobilienfinanzierung nach der Finanzkrise
IW-Analysen Nr. 73, Köln 2011, 76 Seiten, 18,90 Euro
Versandkostenfreie Bestellung unter: www.iwmedien.de/bookshop

Ansprechpartner

„Die Glücksritter würden verschwinden“
Interview, 3. Februar 2017

Michael Voigtländer in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung „Die Glücksritter würden verschwinden“Arrow

Michael Voigtländer, Immobilienökonom im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, sprach im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über das Bestellerprinzip für Makler auch beim Wohnungskauf. mehr

Erwerbsnebenkosten
IW-Pressemitteilung, 17. Januar 2017

Erwerbsnebenkosten Makler erschweren HauskaufArrow

Es könnten goldene Zeiten für Hauskäufer sein: Dank niedriger Zinsen ist Kaufen heute fast überall günstiger als Mieten. Doch die Nebenkosten beim Hauskauf steigen seit Jahren. Unter anderem Maklergebühren verhindern viele Geschäfte, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie. Die Politik könnte gegensteuern. mehr

12. Januar 2017

Immobilien Der deutsche Immobilienmarkt ist gesund Arrow

Weil der Markt für Wohneigentum boomt, flackern in Deutschland immer wieder Ängste vor einer Immobilienblase auf. Dazu besteht aber genauso wenig Anlass wie für weitere Regulierungen des Immobilienmarktes – auch, weil die meisten Käufer finanziell grundsolide sind. mehr auf iwd.de