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Westdeutschlands Industrie war dagegen mit mehr als doppelt so hohen Arbeitskosten – 36,28 Euro je Stunde – sechstteuerster Standort der Welt. Gegenüber dem Durchschnitt der etablierten ausländischen Konkurrenz produziert die westdeutsche Industrie damit um 25 Prozent teurer. Die neuen EU-Mitglieder sind dabei ebenso wenig eingerechnet wie Exportweltmeister China, das lediglich auf Kosten von 2,69 Euro pro Arbeitsstunde kommt. Die Arbeitskosten setzen sich zusammen aus den Stundenlöhnen und den Personalzusatzkosten.

Auch der günstige Einkauf von Vorleistungen bei Fremdunternehmen drückt die Lohnkosten hierzulande nicht wesentlich. Zum einen kauft die Industrie nur ein Viertel des Arbeitsvolumens zu, etwa bei Speditionen. Zum anderen sind die Vorleister in Deutschland lediglich um 20 Prozent günstiger als das Verarbeitende Gewerbe selbst. Insgesamt reduzieren sich die deutschen Arbeitskosten durch den Vorleistungsverbund nur um 5 Prozent. Auch in anderen Ländern lagert die Industrie bestimmte Arbeitsschritte aus und spart damit Kosten. Deutschland ist deshalb in punkto Arbeitskosten unter Berücksichtigung der Vorleistungen der fünftteuerste Standort der EU.

Christoph Schröder
Industrielle Arbeitskosten im internationalen Vergleich
IW-Trends 4/2011

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IW-Trends, 19. Januar 2017

Christoph Schröder Lohnstückkosten im internationalen VergleichArrow

Das Lohnstückkostenniveau des deutschen Verarbeitenden Gewerbes ist nach wie vor hoch. Im Durchschnitt lagen die Lohnstückkosten in den ausgewählten Vergleichsländern im Jahr 2015 um 11 Prozent unter dem deutschen Niveau. Der Euroraum hatte mit 4 Prozent nur einen moderaten Vorteil gegenüber Deutschland. mehr

Industriemetallpreis-Index
Gastbeitrag, 12. Januar 2017

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Rally der Metallpreise macht Verarbeitern zu schaffenArrow

Die Aufwärtsbewegung an den internationalen Metallmärkten hat sich auch zum Ende des vergangenen Jahres hin fortgesetzt. Der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) stieg im Dezember um 3,6 Prozent, nachdem er im November bereits um 11,5 Prozent in die Höhe gegangen war, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung. mehr

11. Januar 2017

Lohnstückkosten Die Kostenbelastung bleibt hochArrow

Die deutsche Industrie muss im Vergleich zur internationalen Konkurrenz weiterhin mit einem deutlichen Kostennachteil zurechtkommen. In den Jahren seit der Finanz- und Wirtschaftskrise sind die Lohnstückkosten in Deutschland sogar deutlich schneller gestiegen als im Ausland. mehr auf iwd.de