Ausland belohnt guten Unterricht Image
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In den Niederlanden und Neuseeland dagegen besuchen jeweils 98 Prozent der Schüler eine Schule, die das Fächerangebot ebenso wie die Lehrbuch- und Lehrstoffauswahl in Eigenregie festlegt – mit Erfolg: Beide Länder haben im PISA-Test wesentlich besser abgeschnitten als die Bundesrepublik. In beiden Staaten können die Schulen – anders als in Deutschland, wo die Planstellen durch die Kultusbürokratie zugewiesen werden – über ein gutes Unterrichtsangebot die Höhe ihres Budgets selbst beeinflussen, denn das hängt von der jeweiligen Zahl der Schüler ab.

Hinzu kommt, dass die dortigen Schulen in vielerlei Hinsicht autonom sind und daher ein für ihre Klientel maßgeschneidertes Unterrichtsangebot liefern können. Beispielsweise bestimmen die Lehranstalten selbst über die Verwendung der ihnen zugesprochenen Mittel. Auch in der Personalpolitik haben sie deutlich mehr Mitspracherecht als ihre deutschen Pendants.

Dominik Enste, Oliver Stettes
Bildungs- und Sozialpolitik mit Gutscheinen – Zur Ökonomik von Vouchers
IW-Analysen Nr. 14, Köln 2005, 76 Seiten, 14,80 Euro
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