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Selbst in puncto Umweltfreundlichkeit schneiden Benzin und Diesel inzwischen recht gut ab. Seit Ende der siebziger Jahre hat sich etwa der Ausstoß von Benzol im Straßenverkehr um 93 Prozent verringert, der von Schwefeldioxid sogar um 99 Prozent. Auch die Kohlendioxidemissionen je gefahrenen Kilometer sind spürbar zurückgegangen. Allerdings wurde dies durch die um fast 80 Prozent gestiegene Fahrleistung überkompensiert.

Die Alternativen zum fossilen Treibstoff sind zudem nicht generell unproblematisch. So fällt zum Beispiel beim Biodiesel die Ökobilanz durchwachsen aus. Je Hektar Anbaufläche Raps werden gegenüber konventionellen Kraftstoffen lediglich 0,5 bis 3 Tonnen Kohlendioxid vermieden. Aufgrund des Düngemittelbedarfs steht Biodiesel in Sachen Stickoxide sogar schlechter da als herkömmlicher Diesel. Zudem ist der Rapstreibstoff, abgesehen vom künstlichen Vorteil der Steuerbefreiung, mit Herstellungskosten von 76 Cent je Liter deutlich teurer als die petrochemische Alternative. Und aufgrund des geringen Hektarertrags ist eine große Anbaufläche erforderlich – ein Problem in dicht besiedelten Ländern wie Deutschland.

Thomas Puls
Alternative Antriebe und Kraftstoffe – Was bewegt das Auto von morgen?
IW-Analysen Nr. 15, Köln 2006, 100 Seiten, 19,80 Euro
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