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Zu den Kernpunkten des IW-Programms gehört, Kinder und Jugendliche auf den ersten Stufen des Bildungssystems stärker zu fördern – etwa durch eine gebührenfreie Kindergartenpflicht ab dem vierten Lebensjahr sowie verpflichtenden Ganztagsschulunterricht. Für diese und weitere Reformen müsste der Staat im Jahr 2020 etwa 20 Milliarden Euro mehr aufwenden als heute.

Im Gegenzug kann er aber durch einen effizienzsteigernden Umbau des Bildungssystems 10,5 Milliarden Euro einsparen. So dürften der intensivere Nachmittagsunterricht und die individuellere Förderung den Anteil der nicht ausbildungsfähigen Schüler deutlich senken, so dass spätere teure Nachschulungen entfallen. Die verbleibende Finanzierungslücke wird mehr als geschlossen, da die sinkende Schülerzahl zu einer Entlastung des Staats um 12,5 Milliarden Euro führt.

Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg.)
Bildungsfinanzierung und Bildungs­regulierung in Deutschland – Eine bildungsökonomische Reformagenda
Köln 2006, 320 Seiten, 48,00 Euro
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