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In der Verbund-Betrachtung wird einbezogen, dass die Industrie zur Herstellung ihrer Produkte in erheblichem Maße auf Zulieferungen aus anderen Branchen zurückgreift – und so quasi eine Mischkalkulation erfolgt. Rund 80 Prozent des Arbeitsvolumens in diesem Verbund werden durch die Industrie-Unternehmen selbst erbracht. Das verbleibende Fünftel steuern die Lieferanten anderer Bereiche bei, allen voran der Handel (8 Prozent) sowie die unternehmensnahen Dienstleister (7 Prozent). Diese Zulieferer produzieren in Deutschland zu um ein Fünftel niedrigeren Arbeitskosten als die Industrie selbst. Anderswo in Europa sind die Kostenunterschiede zwischen den Warenherstellern und den mit ihnen verflochtenen Branchen geringer.

Adriana Neligan, Christoph Schröder
Arbeitskosten im Verarbeitenden Gewerbe unter Berücksichtigung des Vorleistungsverbunds
IW-Trends 1/2006