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Während im Jahr 1990 mehr als die Hälfte aller weltweiten Fusionen und Übernahmen in der Industrie abgewickelt wurde, waren es 2006 nur noch 30 Prozent. Der Anteil der Dienstleistungsbranche kletterte hingegen von 42 auf 64 Prozent. Dieser Trend weg von der Industrie ist generell auch bei den in Deutschland beheimateten multinationalen Firmen festzustellen. Die von ihnen insgesamt in anderen Ländern getätigten Direktinvestitionen waren im Jahr 1995 noch zu 39 Prozent dem industriellen Sektor zuzuordnen. Bis 2006 schrumpfte dieser Anteil auf 25 Prozent – wenngleich unterm Strich nach wie vor mehr als jeder zweite deutsche Auslandsbeschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe tätig ist. Eine ähnliche Entwicklung ergibt sich für das ausländische Unternehmenskapital in der Bundesrepublik. Steckte 1990 noch mehr als die Hälfte des ausländischen Direktinvestitionsbestands im Industriesektor, so reduzierte sich dieser Wert bis 2006 auf 31 Prozent.

Christof Römer
Multinationale Unternehmen – Eine theoretische und empirische Bestandsaufnahme
IW-Analysen Nr. 39, Köln 2008, 88 Seiten, 18,80 Euro
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