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In den Staaten mit weniger Betreuungsplätzen lag der Anteil im Schnitt nur bei 42 Prozent, in Deutschland sogar gerade einmal bei 36 Prozent. Wo die Mütter aber keinen Job annehmen können, weil sie ihren Nachwuchs selbst beaufsichtigen müssen, fehlen Einkommen und ist das Risiko der Kinderarmut höher. So haben in Ländern mit vielen Kitaplätzen für unter Dreijährige lediglich 7 Prozent der Jungen und Mädchen mit Armut zu kämpfen – verglichen mit knapp 13 Prozent in Deutschland und den übrigen Staaten, wo öffentliche Kinderbetreuung ein knapperes Gut ist.

Deshalb sollte der Staat den geplanten Ausbau der Kitas vorantreiben – die hierfür jährlich vorgesehenen 2,3 Milliarden Euro sind sinnvoll angelegtes Geld. Zudem täte die öffentliche Hand gut daran, auch private Träger zu unterstützen. Dadurch entstünde mehr Wettbewerb, die Öffnungszeiten der Einrichtungen würden erweitert, und Väter wie Mütter hätten eine größere Auswahl.

Christina Anger, Axel Plünnecke
Frühkindliche Förderung – Ein Beitrag zu mehr Wachstum und Gerechtigkeit
IW-Positionen Nr. 35, Köln 2008, 44 Seiten, 11,80 Euro
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