Wohngebäude schützen vor Inflation Image
Quelle: Fotolia

Wohngebäude brachten im Mittel eine Rendite von 48 Prozent, Bürogebäude warfen immerhin 28 Prozent ab. Damit lagen alle Renditen deutlich über dem Anstieg der Verbraucherpreise, der im selben Zeitraum knapp 13 Prozent betrug.

Allerdings spielen Erwartungen für die Immobilienrentabilität eine große Rolle. Um dies zu belegen, hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) die Indizes von Direktanlagerenditen für verschiedene Länder analysiert. Das Ergebnis: Erwarteten Investoren eine steigende Inflation, passte sich die Rendite von Büroimmobilien zwischen 1998 und 2007 der Inflationsrate an. Die Renditen von Einzelhandelsobjekten hingegen sanken – etwa weil die Mieten aufgrund unzureichender Umsätze nicht im erforderlichen Ausmaß zulegten. Als besonders guter Inflationsschutz erwiesen sich Wohngebäude. Deren Rendite stieg im Durchschnitt über alle Länder genauso wie die Inflationsrate. War die Preissteigerung sogar höher als erwartet, kletterten die Renditen noch stärker.

Markus Demary, Michael Voigtländer
Inflationsschutz von Immobilien – Direktanlagen und Aktien im Vergleich
IconIW-Trends 1/2009

Ansprechpartner

Themen

Die Belastungs- und Aufkommenswirkungen der kalten Progression
IW policy paper, 2. Dezember 2016

Martin Beznoska Die Belastungs- und Aufkommenswirkungen der kalten ProgressionArrow

Von 2010 bis einschließlich 2015 hat sich die gesamte, nicht mittels Tarifanpassungen ausgeglichene Zusatzbelastung der Steuerzahler durch die kalte Progression auf 36,5 Milliarden Euro summiert. Diese versteckten impliziten Steuererhöhungen durch die kalte Progression sind nicht durch die Gesetzgebung legitimiert und sollten daher von der Politik beseitigt werden. mehr

Schadet die EZB-Geldpolitik mehr, als sie nützt?
Gastbeitrag, 19. Oktober 2016

Michael Hüther im Magazin Positionen Schadet die EZB-Geldpolitik mehr, als sie nützt?Arrow

Die Europäische Zentralbank will die Wirtschaft ankurbeln, indem sie die Zinsen gen null drückt: Sparen allein lohnt nicht mehr – wer sein Geld mehren will, muss investieren. Aber sorgt dieser Gedanke tatsächlich für den angestrebten Effekt? Diese Frage ergründet IW-Direktor in einem Gastbeitrag für Positionen, das Magazin der deutschen Versicherer. mehr

The Contribution of Supply and Demand Factors to Low Inflation
IW-Kurzbericht, 20. September 2016

Michael Hüther / Markus Demary IW Monetary Outlook: The Contribution of Supply and Demand Factors to Low InflationArrow

Eurozone inflation underperforms since the beginning of 2013 and monetary policy struggles to stabilize it since then. The items of the aggregate inflation rate indicate that low inflation is due to both supply and demand factors and weak demand is caused by indebtness and unemployment. Additional monetary policy measures are not required in the current situation because monetary policy has long lags when economies are indebted and it already helped to reduce cyclical unemployment. mehr