Lohnstückkosten Image
Quelle: Fotolia

Im Mittel liegt die Wertschöpfung je Beschäftigtenstunde im Ausland um 21 Prozent unter dem hiesigen Niveau. Dies reicht jedoch nicht aus, um den großen Arbeitskostennachteil der Industrieunternehmen am Standort D wettzumachen. In den Jahren 2000 bis 2008 waren die deutschen Lohnstückkosten – nicht zuletzt dank mehrerer maßvoller Tarifrunden – insgesamt um gut 6 Prozent zurückgegangen. Den kräftigen Anstieg in der ersten Hälfte der 1990er Jahre konnte dies aber nicht ausgleichen. Und für das zu Ende gehende Krisenjahr zeichnet sich eine drastische Erhöhung der Arbeitskosten je Produkteinheit ab – im ersten Halbjahr betrug der Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum 25 Prozent. Dies ist vor allem dadurch zu erklären, dass die Unternehmen trotz Rezession die Zahl ihrer Beschäftigten nahezu konstant gehalten haben. Wenn die Produktion wieder anzieht, sparen die Firmen die Kosten für die (Wieder-)Einstellung und Einarbeitung von Arbeitskräften. Die jüngste Lohnstückkostensteigerung muss daher nicht zwangsläufig zu einem dauerhaften Wettbewerbsnachteil führen.

Christoph Schröder
Produktivität und Lohnstückkosten der Industrie im inter­nationalen Vergleich
IW-Trends 4/2009

Ansprechpartner

21. September 2016

Personalkosten Arbeit in Deutschland ist teuerArrow

Westdeutsche Industriebetriebe mussten auch im Jahr 2015 mit sehr hohen Arbeitskosten zurechtkommen. Nur in wenigen kleineren Ländern war Personal teurer. Zu diesem Ergebnis kommt der 44 Länder umfassende Arbeitskostenvergleich des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). mehr auf iwd.de

Industrielle Arbeitskosten im internationalen Vergleich
IW-Trends, 20. September 2016

Christoph Schröder Industrielle Arbeitskosten im internationalen VergleichArrow

Die Arbeitskosten des westdeutschen Verarbeitenden Gewerbes beliefen sich im Jahr 2015 auf 40,90 Euro je Arbeitnehmerstunde. Damit liegt Westdeutschland an sechster Stelle des 44 Länder umfassenden Arbeitskostenvergleichs des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und hat gegenüber dem Durchschnitt der fortgeschrittenen Industrieländer um fast ein Viertel höhere Arbeitskosten zu tragen. mehr

Steigende Arbeitskosten
IW-Nachricht, 9. Juni 2016

Steigende Arbeitskosten Höhere Kaufkraft zu einem hohen PreisArrow

Die Arbeitskosten in Deutschland sind im ersten Quartal 2016 im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum um über 3 Prozent gestiegen. Arbeitnehmer können sich also über mehr Kaufkraft freuen, weil die Inflationsrate momentan sehr niedrig ist. Doch Unternehmen sind zu Recht beunruhigt: Die steigenden Arbeitskosten bedeuten für sie Wettbewerbsnachteile – und letztlich könnte das auch die Arbeitnehmer empfindlich treffen. mehr