Lohnstückkosten Image
Quelle: Fotolia

Im Mittel liegt die Wertschöpfung je Beschäftigtenstunde im Ausland um 21 Prozent unter dem hiesigen Niveau. Dies reicht jedoch nicht aus, um den großen Arbeitskostennachteil der Industrieunternehmen am Standort D wettzumachen. In den Jahren 2000 bis 2008 waren die deutschen Lohnstückkosten – nicht zuletzt dank mehrerer maßvoller Tarifrunden – insgesamt um gut 6 Prozent zurückgegangen. Den kräftigen Anstieg in der ersten Hälfte der 1990er Jahre konnte dies aber nicht ausgleichen. Und für das zu Ende gehende Krisenjahr zeichnet sich eine drastische Erhöhung der Arbeitskosten je Produkteinheit ab – im ersten Halbjahr betrug der Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum 25 Prozent. Dies ist vor allem dadurch zu erklären, dass die Unternehmen trotz Rezession die Zahl ihrer Beschäftigten nahezu konstant gehalten haben. Wenn die Produktion wieder anzieht, sparen die Firmen die Kosten für die (Wieder-)Einstellung und Einarbeitung von Arbeitskräften. Die jüngste Lohnstückkostensteigerung muss daher nicht zwangsläufig zu einem dauerhaften Wettbewerbsnachteil führen.

Christoph Schröder
Produktivität und Lohnstückkosten der Industrie im inter­nationalen Vergleich
IW-Trends 4/2009

Ansprechpartner

21. Februar 2017

Gesetzliche Unfallversicherung Deutschlands unbekannte SozialversicherungArrow

In Deutschland sind Arbeitnehmer im Arbeitsalltag sowie auf den Wegen zwischen Arbeitsplatz und Job automatisch über die gesetzliche Unfallversicherung versichert. Während die Zahl der Arbeitsunfälle seit Jahren zurückgeht, gab es 2015 wieder mehr Wegeunfälle als im Vorjahr. mehr auf iwd.de

IW-Kurzbericht, 13. Februar 2017

Jochen Pimpertz Kosten der Entgeltfortzahlung – beschränktes PräventionspotenzialArrow

Die Aufwendungen der Arbeitgeber für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall steigen seit Jahren ungebremst. Durch medizinische Prävention lässt sich aber nur ein kleiner Teil dieser Kosten vermeiden. Denn der Anstieg ist nicht allein auf das Erkrankungsrisiko zurückzuführen, sondern auch auf die günstige Beschäftigungsentwicklung und die steigenden Bruttoentgelte. mehr