80 Jahre Große Depression Image
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Die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise weist einige Parallelen zu dieser Zeit auf, aber auch zu Japans schwerem Jahrzehnt Ende der 1990er Jahre.Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat zehn Punkte, die die vergangenen Krisen kennzeichneten, mit der heutigen Lage verglichen. Prägnant sind eher die Analogien zu Japan als zur Großen Depression, denn die Erholung der hiesigen Wirtschaft gefährden ähnliche Faktoren: Neben dem aufkeimenden Protektionismus und der wegen der schlechten Ertragslage schwachen Unternehmensbilanzen sind dies vor allem eine drohende Kreditklemme und fehlgesteuerte Banken. In Japan wurden die ungesunden Strukturen in der Finanz- und Realwirtschaft nicht rasch genug korrigiert. Die Bundesregierung sollte daher in naher Zukunft beispielsweise das Bad-Bank-Gesetz und die Unternehmensbesteuerung nachbessern sowie sich entschieden gegen neue Handelsbarrieren stellen.

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Bankenregulierung
IW-Nachricht, 21. Dezember 2016

Bankenregulierung Nicht alle über einen Kamm scherenArrow

Die wissenschaftlichen Berater von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel fordern laut Medienberichten, die Banken stärker zu regulieren. Doch das würde nicht nur die deutschen Geldinstitute unnötig belasten – auch die Verbraucher wären die Leidtragenden. mehr

Italiens Banken nach Referendum
IW-Nachricht, 5. Dezember 2016

Italien Unsicherheit kann Banken destabilisierenArrow

Die Banca Monte die Pasci di Siena, die drittgrößte Bank Italiens, muss bis zum Ende dieses Jahres einen Großteil ihrer Problemkredite ab- und Eigenkapital aufbauen. Der Ausgang des Referendums macht die Erfüllung dieser EZB-Auflage schwieriger. Andere italienische Banken stehen vor ähnlichen Problemen. mehr

5. Dezember 2016

Referendum „Italien ist ein anderes Kaliber als Griechenland“Arrow

Italien hat sich gegen eine Parlamentsreform entschieden, Ministerpräsident Matteo Renzi ist zurückgetreten. Im Interview spricht Jürgen Matthes, Leiter des Kompetenzfelds Internationale Wirtschaftsordnung und Konjunktur im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, über das Wahlergebnis und dessen Folgen. mehr auf iwd.de