Weltmarktorientierung Image
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Für die deutsche Politik gibt es jedoch keinen Grund umzusteuern. Denn sie hat gute Argumente auf ihrer Seite: Die deutsche Industrie ist auf den Weltmärkten erfolgreich, weil sie wettbewerbsfähiger ist als viele ihrer ausländischen Konkurrenten. Sie hat sich diese Position hart erarbeitet durch eine konsequente Ausrichtung ihrer Produktpalette auf die Kundenwünsche, Serviceorientierung und ein erfolgreiches Kostenmanagement. Dahinter steht kein großer strategischer Plan. Vielmehr hat eine Vielzahl von individuellen unternehmerischen Entscheidungen zu einem Produktportfolio geführt, das der Markt honoriert. Dieser Weg steht jedem Unternehmen offen, egal welcher Branche es angehört oder ob es Kunden im In- und Ausland bedient. Deutsche Unternehmen verstehen sich als weltoffen, die nicht in nationalen Kategorien denken. Ausländische Firmen können auf den Weltmärkten ebenfalls punkten. Sie müssen jedoch eigene Anstrengungen unternehmen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Eine solche Strategie ist allemal sinnvoller, als Exportnationen wie Deutschland Steine in den Weg zu legen. Wettbewerb und Effizienzsteigerung ist kein Nullsummenspiel, bei dem der eine nur gewinnen kann, was der andere verliert.

Ansprechpartner

Speicherstadt Hamburg
Interview, 29. September 2016

Michael Hüther in der Süddeutschen Zeitung "Marktwirtschaft ist geordnete Anarchie"Arrow

IW-Direktor Michael Hüther erklärt, warum sich mit der Globalisierung auch die Abstiegsängste globalisiert haben, was China aus der Kolonialzeit der Europäer lernen kann und warum es nun darauf ankommt, die Freiheit zu fördern. mehr

Internationale Wissensnetze
Gutachten, 28. September 2016

Thorsten Lang / Cornelius Bähr / Manuel Fritsch Internationale Wissensnetze – Branchen und RegionenArrow

Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft hängt in erheblichem Maße von innovativen Vorsprüngen gegenüber ihren internationalen Konkurrenten ab. Die IW Consult hat in einem Gutachten für die Hans-Böckler-Stiftung die Rolle internationaler Wissensnetze untersucht. mehr

Die missverstandene Globalisierung
Gastbeitrag, 12. September 2016

Jürgen Matthes im Handelsblatt Die missverstandene GlobalisierungArrow

Deutschland profitiert stark vom internationalen Handel. Dennoch ist hier die Skepsis gegenüber der Globalisierung groß – obwohl Dank ihr Einkommen und Kaufkraft steigen. Doch es gibt auch Verlierer. mehr