Die Karriere beginnt mit Obst Image
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Selbst Kinder von Nichtrauchern greifen auf der Hauptschule häufiger zur Kippe als Jugendliche, die einen anderen Schultyp besuchen. Darüber hinaus beeinflussen das Einkommen und der Bildungsstand der Eltern sowie das Gesundheitsbewusstsein in der Familie die körperliche und geistige Konstitution des Nachwuchses nachhaltig. Eltern, die ein Nettoeinkommen von weniger als 1.000 Euro im Monat haben, sind häufiger übergewichtig, rauchen eher und schicken ihren Nachwuchs seltener zu den kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen als besser situierte Eltern. Damit beginnt ein Teufelskreis: Denn kranke Kinder werden oftmals später eingeschult, bringen schlechtere schulische Leistungen und besuchen seltener ein Gymnasium als gesunde Sprösslinge.

Weil das Gesundheitsbewusstsein vor allem bei benachteiligten Jugendlichen und deren Eltern wenig ausgeprägt ist, ist hier der Handlungsbedarf besonders groß: Ob Kindertagesstätte, Schule oder Verein – alle Institutionen sollten dazu beitragen, das Gesundheitsverhalten von Familien positiv zu beeinflussen. Sinnvoll wäre darüber hinaus eine Beratung und Unterstützung dieses benachteiligten Personenkreises durch Familienhebammen und Sozialarbeiter, die konkrete Hilfestellung vor Ort geben können und gesundes Verhalten regelrecht einüben. Auch in der Schule sollte Gesundheitslehre oder Kochen unterrichtet werden.

Susanne Seyda
Der Einfluss der Familie auf die Gesundheit und Bildungslaufbahn von Kindern
IconIW-Trends 3/2009

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IW-Kurzbericht, 13. Februar 2017

Jochen Pimpertz Kosten der Entgeltfortzahlung – beschränktes PräventionspotenzialArrow

Die Aufwendungen der Arbeitgeber für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall steigen seit Jahren ungebremst. Durch medizinische Prävention lässt sich aber nur ein kleiner Teil dieser Kosten vermeiden. Denn der Anstieg ist nicht allein auf das Erkrankungsrisiko zurückzuführen, sondern auch auf die günstige Beschäftigungsentwicklung und die steigenden Bruttoentgelte. mehr

Handlungsbedarf in MINT-Fächern
Gastbeitrag, 13. Dezember 2016

Christina Anger in der Fuldaer Zeitung Handlungsbedarf in MINT-FächernArrow

Im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) sind gegenwärtig deutlich mehr Stellen zu besetzen als Personen arbeitslos gemeldet sind. Vor diesem Hintergrund sind die Ergebnisse der aktuellen Pisa-Erhebung keine gute Nachricht, schreibt IW-Bildungsökonomin Christina Anger in der Fuldaer Zeitung. mehr

IW-Report
IW-Report, 9. Dezember 2016

Tobias Hentze Stärkung der Schulinfrastruktur in Nordrhein-WestfalenArrow

Die Idee der Landesregierung, mehr Geld in Schulen zu investieren, ist zu begrüßen. Allerdings führt die vorgeschlagene Finanzierung über einen Schattenhaushalt zu einem weniger transparenten Haushalt, einer Umgehung der Schuldenbremse und einem größeren Risiko für die derzeitigen und zukünftigen Steuerzahler. mehr