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Für die Europäische Union wird für 2009 und 2010 von einem bis zu 1 Prozent höheren Bruttoinlandsprodukt gegenüber einem Szenario ohne expansive Fiskalpolitik ausgegangen. Hierzulande dürfte das BIP allein im Jahr 2010 zwischen 1 und 1,5 Prozent höher ausfallen als ohne Konjunkturprogramme.

Vorwürfe, Deutschland stütze die internationale Konjunktur zu wenig, sind schon von daher aus der Luft gegriffen. Außerdem hat die Bundesregierung EU-weit gesehen eines der größten Konjunkturprogramme aufgelegt. Das Paket aus Steuersenkungen, Unternehmenshilfen und Infrastrukturmaßnahmen belief sich 2009 und 2010 auf insgesamt 4,1 Prozent des BIP. Im Schnitt hat die EU-27 in den beiden Jahren lediglich jeweils 1½ Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Konjunkturprogramme ausgegeben.

Ralph Brügelmann
Die Wirkung von Konjunkturprogrammen
IW-Trends 4/2010

Themen

22. November 2016

Auslandskonjunktur Europa muss die Weltwirtschaft stabilisierenArrow

Erst der Brexit, dann die Wahl Donald Trumps zum nächsten US-Präsidenten: Die Weltkonjunktur wird derzeit auf eine harte Probe gestellt. Auch wenn das globale Wachstum laut IW-Auslandsprognose im kommenden Jahr minimal zulegen wird, bleibt viel zu tun. Den Europäern kommen dabei gleich mehrere Aufgaben zu. mehr auf iwd.de