Binnennachfrage stützt Konjunktur Image
Quelle: Minerva Studio - Fotolia

Dieses zentrale Ergebnis einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) widerlegt damit Vorwürfe, Deutschland würde in puncto Wachstum zu stark auf den Export setzen und zu wenig für die Binnennachfrage tun. Die Erfolge einiger großer Industriezweige wie des Maschinenbaus in diesem Zeitraum gehen der IW-Analyse zufolge tatsächlich zu einem guten Teil auf das Konto der Exporte. Dies liegt jedoch einfach daran, dass Spezialmaschinen made in Germany auf den internationalen Märkten besonders begehrt sind. Im Fahrzeugbau, in der Chemischen Industrie sowie der Elektrobranche hat der Außenhandel zwar ebenfalls starke Impulse gesetzt. Doch diese waren nicht viel größer als die gesamten Wachstumsbeiträge der anderen positiven inländischen Nachfragekomponenten.

Ein Blick zurück auf frühere Jahre zeigt zwar, dass die Ausfuhren etwa in der Krisenphase kurz nach der Jahrtausendwende ein wichtiger Stützpfeiler der Industrie waren. So hat der hohe Wachstumsbeitrag des Außenhandels von gut 8 bis 9 Prozentpunkten in den Jahren 2001 und 2002 einen massiven Einbruch der Wertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe verhindert. Denn die Lieferungen der deutschen Industrie an ausländische Kunden legten trotz Welthandelseinbruch und Euroaufwertung sogar noch etwas zu. Von einer gezielten Exportoffensive, die anderen Staaten zum Schaden gereicht hätte, konnte aber auch damals keine Rede sein.

Michael Grömling, Jürgen Matthes
Wachstumsbeiträge auf Branchenebene
IW-Trends 3/2010

Ansprechpartner

24. Februar 2017

Niederlande „Die Niederländer verdanken ihren Wohlstand auch dem freien Handel“Arrow

Seit jeher unterhalten die Niederlande enge wirtschaftliche Beziehungen zu Deutschland. Die anstehenden Parlamentswahlen werden daran wohl nichts ändern, auch wenn einige niederländische Parteien die EU kritisch sehen, wie Kees van Paridon betont, Professor of Economics an der Erasmus-Universität Rotterdam und derzeit Gastprofessor am Zentrum für Niederlande-Studien an der Universität Münster. mehr auf iwd.de

13. Februar 2017

M+E-Strukturbericht Markterschließung versus KostensenkungArrow

Die deutsche M+E-­Industrie ist stark globalisiert. Neben den Exporten werden dabei ausländische Produktionsstandorte immer wichtiger. Schon seit Jahren steigen die Direktinvestitionen im Ausland schneller als der inländische Kapitalstock. Arbeitskosten spielen dabei wieder eine größere Rolle. mehr auf iwd.de

Im Fadenkreuz: der Überschuss
IW-Trends, 7. Februar 2017

Michael Hüther im Handelsblatt Im Fadenkreuz: der ÜberschussArrow

Die deutschen Exporterfolge werden im Ausland kritisch beäugt. Doch wer die Politik zum Handeln auffordert, muss gute Gründe haben. Protektionismus muss sich jedenfalls Deutschland nicht vorwerfen lassen. Ein Gastbeitrag im Handelsblatt von IW-Direktor Michael Hüther. mehr