Kein deutscher Wettbewerbsvorteil Image
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Das Argument, Deutschland habe sich mit seiner moderaten Lohnpolitik im vergangenen Jahrzehnt auf den Exportmärkten Wettbewerbsvorteile verschafft und die Binnenkonjunktur vernachlässigt, greift jedoch zu kurz. Denn mit dem Tritt auf die Kostenbremse wurden nicht einmal die Sünden der Vergangenheit wettgemacht. Im Jahr 2009 lagen die Arbeitskosten in der westdeutschen Industrie immer noch um 29 Prozent über dem durchschnittlichen Niveau der fortgeschrittenen Volkswirtschaften – 1991 waren es erst 23 Prozent. Mit 36,05 Euro je Arbeitnehmerstunde schulterten die westdeutschen Industriefirmen außerdem die vierthöchsten Arbeitskosten der Welt. Nur in Norwegen, Belgien und der Schweiz mussten die Unternehmen zuletzt mehr Geld für Löhne und Lohnnebenkosten aufbringen. Ostdeutschland präsentiert sich dagegen nach wie vor als günstiger Standort – dort produziert die Industrie mit Arbeitskosten von 21,11 Euro je Stunde.

Christoph Schröder
Industrielle Arbeitskosten im internationalen VergleichIconIW-Trends 3/2010

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21. September 2016

Personalkosten Arbeit in Deutschland ist teuerArrow

Westdeutsche Industriebetriebe mussten auch im Jahr 2015 mit sehr hohen Arbeitskosten zurechtkommen. Nur in wenigen kleineren Ländern war Personal teurer. Zu diesem Ergebnis kommt der 44 Länder umfassende Arbeitskostenvergleich des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). mehr auf iwd.de

Industrielle Arbeitskosten im internationalen Vergleich
IW-Trends, 20. September 2016

Christoph Schröder Industrielle Arbeitskosten im internationalen VergleichArrow

Die Arbeitskosten des westdeutschen Verarbeitenden Gewerbes beliefen sich im Jahr 2015 auf 40,90 Euro je Arbeitnehmerstunde. Damit liegt Westdeutschland an sechster Stelle des 44 Länder umfassenden Arbeitskostenvergleichs des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und hat gegenüber dem Durchschnitt der fortgeschrittenen Industrieländer um fast ein Viertel höhere Arbeitskosten zu tragen. mehr

Deutsche Handelsbilanz
IW-Pressemitteilung, 29. Juni 2016

Deutsche Handelsbilanz Dramatisieren ist unangebrachtArrow

Nach den neuesten Zahlen ist der deutsche Leistungsbilanzüberschuss auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Die EU-Kommission fordert deshalb, dass Deutschland politisch gegensteuert. Doch bei genauerer Betrachtung relativiert sich das Bild, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie. Demnach geht der Anstieg fast vollständig auf die aktuell niedrigen Importpreise zurück. mehr