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Ein verbindlicher Umschuldungsrahmen für Länder, die ihre Auslandsschulden nicht mehr bedienen können, würde allen Beteiligten mehr Rechtssicherheit geben und schon im Vorfeld dafür sorgen, dass Kreditgeber nicht mehr ganz so leichtfertig Geld verleihen – denn im Fall eines Falles müssten sie auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten.

Angesichts der ausufernden Staatsverschuldung in vielen Ländern ist eine erneute Schuldenkrise einer Volkswirtschaft nicht auszuschließen. So steigt der öffentliche Schuldenstand Irlands laut Prognosen der EU-Kommission bis zum Jahr 2011 auf 87 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes – das ist ein Plus von 62 Prozentpunkten gegenüber 2007. Auch im Vereinigten Königreich (42 Prozentpunkte), in den USA (41 Prozentpunkte), Griechenland (38 Prozentpunkte) und Spanien (36 Prozentpunkte) legt der Verschuldungsgrad drastisch zu. In Deutschland sind es zwar nur 17 Prozentpunkte. Mit fast 82 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ist die Bundesrepublik 2011 aber höher verschuldet als Österreich (73 Prozent), Spanien (72 Prozent) oder die Niederlande (70 Prozent).

Berthold Busch, Manfred Jäger-Ambrozewicz, Jürgen Matthes
Wirtschaftskrise und Staatsbankrott
IW-Analysen Nr. 62, Köln 2010, 98 Seiten, 19,80 Euro
Bestellung über Fax: 0221 4981-445 oder unter: www.iwmedien.de

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Italiens Banken nach Referendum
IW-Nachricht, 5. Dezember 2016

Italien Unsicherheit kann Banken destabilisierenArrow

Die Banca Monte die Pasci di Siena, die drittgrößte Bank Italiens, muss bis zum Ende dieses Jahres einen Großteil ihrer Problemkredite ab- und Eigenkapital aufbauen. Der Ausgang des Referendums macht die Erfüllung dieser EZB-Auflage schwieriger. Andere italienische Banken stehen vor ähnlichen Problemen. mehr

5. Dezember 2016

Referendum „Italien ist ein anderes Kaliber als Griechenland“Arrow

Italien hat sich gegen eine Parlamentsreform entschieden, Ministerpräsident Matteo Renzi ist zurückgetreten. Im Interview spricht Jürgen Matthes, Leiter des Kompetenzfelds Internationale Wirtschaftsordnung und Konjunktur im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, über das Wahlergebnis und dessen Folgen. mehr auf iwd.de

Europäische Bankenunion
IW-Nachricht, 8. November 2016

Europäische Bankenunion Noch viele BaustellenArrow

Die europäische Bankenunion soll den Euro krisenfest machen, denn die Währungsunion ist anfällig für einen Teufelskreis aus Banken- und Staatsschuldenkrise. In dieser Woche wurden deren Vertreterinnen vor der Eurogruppe in Brüssel angehört und es zeigt sich, dass noch viel zu tun ist. Dabei sollte die Reduzierung der Staatsschulden und der notleidenden Kredite in den Bankbilanzen höchste Priorität haben. mehr