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Besonders in den neuen Bundesländern werden hochqualifizierte Männer und Frauen künftig zunehmend gesucht. Denn der Geburtenrückgang, die Abwanderung vieler junger Leute in den Westen sowie die sinkenden Abiturientenzahlen führen dazu, dass in Ostdeutschland immer weniger Menschen ein Hochschulstudium aufnehmen. So wird etwa ab dem Jahr 2020 die Zahl der ostdeutschen Hochschulabsolventen nur noch ausreichen, um die in Rente gehenden Fachkräfte zu ersetzen. Für zusätzliche Akademikerstellen, die durch den wirtschaftlichen Strukturwandel entstehen, gibt es dann nahezu keinen qualifizierten Nachwuchs mehr. Damit verschlechtern sich die Wachstumsperspektiven im Osten. Um dem entgegenzuwirken, wäre es sinnvoll, wenn mehr junge Leute aus dem Westen zum Studium nach Dresden, Rostock oder Ilmenau gingen und anschließend dem dortigen Arbeitsmarkt zur Verfügung stünden.

Christina Anger, Axel Plünnecke
Droht durch den künftigen Akademikermangel eine Abnahme der Konvergenzchancen Ostdeutschlands?
IW-Trends 2/2010

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9. Januar 2017

Konjunktur Ostdeutsche Wirtschaft hält mitArrow

Die wirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland hat in den vergangenen Jahren mit der im Westen Schritt gehalten. Das gilt voraussichtlich auch für 2017, wobei die Aussichten für beide Regionen verhalten sind. mehr auf iwd.de

Interview, 9. Januar 2017

Wido Geis im MDR "Problem Männerüberschuss"Arrow

In den vergangenen Jahren sind viele Frauen aus dem Osten in den Westen gegangen. Inzwischen verlassen mehr Männer den Osten. Das geht aus einer Studie vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. Dennoch herrscht demnach in den strukturschwachen Regionen weiter Männerüberschuss. IW-Migrationsforscher Wido Geis auf MDR Aktuell zu den Folgen. mehr

IW-Kurzbericht, 6. Januar 2017

Wido Geis / Anja Katrin Orth Ostdeutschland: Weniger Frauen gehen, Männerüberschuss bleibt bestehenArrow

Die Wanderungsmuster haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert. So verlassen seit dem Jahr 2008 mehr Männer den Osten Richtung Westen, während es bis dahin mehr Frauen waren. Dennoch herrscht in vielen Teilen der neuen Bundesländer noch immer ein starker Männerüberschuss. mehr