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Mini-Jobs als Nebenerwerb zusätzlich zu einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Ihre Zahl hat sich seit 2003 von 1,2 Millionen auf momentan 2,4 Millionen verdoppelt. Als Treibsatz für die kleinen Beschäftigungsverhältnisse erwies sich vor allem die Hartz-Reform der Schröder-Regierung: Ab dem Jahr 2003 wurden solche Nebenjobs nicht mehr gemeinsam mit dem Einkommen aus dem Hauptjob bei der Einkommenssteuer und Sozialversicherung veranlagt. Die Abgaben für die Minis werden seither pauschal mit dem Arbeitgeberbeitrag abgegolten. In der Folge bekamen die Beschäftigten weit mehr netto fürs Brutto und diese Jobs wurden beliebter.

Die Motive, warum Beschäftigte nach Feierabend noch einmal einem weiteren Beruf nachgehen, sind nicht eindeutig geklärt. Vorliegende Untersuchungen verweisen vor allem auf eins: Die Beschäftigten möchten im Hauptjob eigentlich mehr arbeiten, können dies in ihrer gegenwärtigen Anstellung aber nicht – vor allem, wenn sie einen Teilzeitjob haben.

Ein bisschen mehr Netto vom Brutto
IW-Kurzbericht, 9. Januar 2017

Martin Beznoska / Tobias Hentze Ein bisschen mehr Netto vom BruttoArrow

Mit jedem Jahreswechsel ändern sich die Eckwerte zur Berechnung der Steuer- und Abgabenlast: In diesem Jahr werden zum Ausgleich der kalten Progression der Steuertarif leicht abgeflacht und die Freibeträge erhöht. Allerdings steigt der Beitragssatz zur Pflegeversicherung. Zudem erhöhen sich die Bemessungsgrenzen zur Renten- und Krankenversicherung, so dass für Single, Alleinerziehende und Familien nur ein kleines Plus übrigbleibt. mehr

Gastbeitrag, 29. Dezember 2016

Christoph Schröder in der Fuldaer Zeitung Mindestlohn belastet den ArbeitsmarktArrow

Zwei Jahre nach der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zieht Christoph Schröder, Experte für Tarifpolitik und Arbeitsbeziehungen im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, in einem Gastbeitrag für die Fuldaer Zeitung eine ernüchternde Bilanz. mehr

IW-Report
IW-Report, 12. Dezember 2016

Tobias Hentze Mittelfristiger Finanzplan für den Freistaat ThüringenArrow

Trotz steigender Einnahmen gelingt es der Landesregierung nicht, am vormals geplanten Tilgungsplan für die Jahre 2016 und 2017 festzuhalten. Vielmehr wird nur durch Entnahmen aus der Rücklage in Höhe von insgesamt gut 240 Millionen Euro ein ausgeglichener Haushalt erreicht. Die Rücklage halbiert sich dadurch und verringert die Spielräume in der Zukunft. Eine Stellungnahme im Anhörungsverfahren des Haushalts- und Finanzausschusses zur Drucksache 6/2655. mehr