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Bislang steht der deutsche Arbeitsmarkt praktisch ausschließlich Hochschulabsolventen aus Drittstaaten offen. Nur für einige wenige „exotische“ Berufe wie etwa Spezialitätenköche gibt es Ausnahmen und im Bereich Pflege bilaterale Absprachen zwischen Ländern.

Ab Juli 2013 wird der Arbeitsmarkt-Zugang nun auch für Fachkräfte mit nicht-akademischer Berufsqualifikation möglich sein. Dafür ist es höchste Zeit, denn Fachkräfteengpässe und demografischer Wandel sind in Deutschland immer stärker zu spüren. Und die Engpässe beschränken sich dabei nicht nur auf Ärzte und Ingenieure. Auch zahlreiche gewerblich-technische Berufe sind betroffen, etwa Elektroinstallateure und -monteure sowie Schweißer oder Maschinenbautechniker.

Entsprechend wird die Bundesagentur für Arbeit eine Liste mit jenen Engpassberufen erstellen, für die Fachkräfte aus Drittstaaten einwandern dürfen. Wichtig ist dann allerdings, dass diese Liste öffentlich zugänglich ist. Denn nur so ist für ausländische Bewerber und hiesige Unternehmen leicht ersichtlich, in welchem Bereich der Einwanderungs-Aufwand deutlich reduziert worden ist.

Der hohe Wert der deutschen Berufsausbildung und des Labels „Made in Germany“ bleibt indes ungefährdet: Zugangsvoraussetzung für entsprechende Fachkräfte ist, dass die Gleichwertigkeit ihres Abschlusses mit einem deutschen Abschluss formal anerkannt wurde. Die Bewertungsmöglichkeiten dafür existieren dank des Anerkennungsgesetzes längst (mehr dazu: www.bq-portal.de).

IW-Kurzbericht, 14. Februar 2017

Oliver Koppel / Axel Plünnecke Erste Erfolge der qualifizierten Zuwanderung aus IndienArrow

Bereits in den letzten Jahren haben Zuwanderer erheblich zur Fachkräftesicherung in MINT-Berufen beigetragen. Bestrebungen, MINT-Zuwanderer aus dem Herkunftsland Indien zu gewinnen, zeigen erste Erfolge – sowohl die Zahl der Beschäftigten in akademischen MINT-Berufen als auch die Zahl der Studierenden in MINT-Fächern sind zuletzt deutlich gestiegen. mehr

Zuwanderung in die Großstädte
Gutachten, 7. Februar 2017

Philipp Deschermeier / Ralph Henger / Björn Seipelt / Michael Voigtländer Zuwanderung in die Großstädte und resultierende WohnungsnachfrageArrow

Die Nachfrage nach Wohnraum in den deutschen großen Städten ist nach wie vor hoch. Ursächlich dafür ist die starke Zuwanderung sowohl aus dem Ausland als auch dem Inland. Allerdings gelingt es den Großstädten nicht, genügend zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, um die Nachfrage zu bedienen. mehr

Demografie
IW-Nachricht, 1. Februar 2017

Demografie Schrumpfen war gesternArrow

Die Rekordzuwanderung des Jahres 2015 und steigende Geburtenzahlen hellen die einst düsteren Demografie-Aussichten auf – derzeit wächst die deutsche Bevölkerung. Auch auf lange Sicht rechnet die Bundesregierung mit einer stabilen Bevölkerungszahl. Die politischen Herausforderungen werden aber nicht weniger. mehr