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Bislang steht der deutsche Arbeitsmarkt praktisch ausschließlich Hochschulabsolventen aus Drittstaaten offen. Nur für einige wenige „exotische“ Berufe wie etwa Spezialitätenköche gibt es Ausnahmen und im Bereich Pflege bilaterale Absprachen zwischen Ländern.

Ab Juli 2013 wird der Arbeitsmarkt-Zugang nun auch für Fachkräfte mit nicht-akademischer Berufsqualifikation möglich sein. Dafür ist es höchste Zeit, denn Fachkräfteengpässe und demografischer Wandel sind in Deutschland immer stärker zu spüren. Und die Engpässe beschränken sich dabei nicht nur auf Ärzte und Ingenieure. Auch zahlreiche gewerblich-technische Berufe sind betroffen, etwa Elektroinstallateure und -monteure sowie Schweißer oder Maschinenbautechniker.

Entsprechend wird die Bundesagentur für Arbeit eine Liste mit jenen Engpassberufen erstellen, für die Fachkräfte aus Drittstaaten einwandern dürfen. Wichtig ist dann allerdings, dass diese Liste öffentlich zugänglich ist. Denn nur so ist für ausländische Bewerber und hiesige Unternehmen leicht ersichtlich, in welchem Bereich der Einwanderungs-Aufwand deutlich reduziert worden ist.

Der hohe Wert der deutschen Berufsausbildung und des Labels „Made in Germany“ bleibt indes ungefährdet: Zugangsvoraussetzung für entsprechende Fachkräfte ist, dass die Gleichwertigkeit ihres Abschlusses mit einem deutschen Abschluss formal anerkannt wurde. Die Bewertungsmöglichkeiten dafür existieren dank des Anerkennungsgesetzes längst (mehr dazu: www.bq-portal.de).

Menschen mit Behinderung
IW-Nachricht, 2. Dezember 2016

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Am 3. Dezember wird zum 24. Mal der „Internationale Tag der Menschen mit Behinderung“ begangen. Fast jede zehnte Person in Deutschland ist schwerbehindert, doch abgehängt sind sie deshalb nicht: Für die deutsche Wirtschaft ist die Integration behinderter Menschen vielfach selbstverständlich. Die Politik könnte sie dabei allerdings noch besser unterstützen. mehr

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In Deutschland ist Personal in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) seit Jahren knapp. Ohne die ausländischen Beschäftigten wäre die Fachkräftelücke sogar noch größer. Zur Verbesserung der Lage braucht es eine gezielte Zuwanderungspolitik. mehr auf iwd.de

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In Deutschland fehlen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Technik und Naturwissenschaft so viele Arbeitskräfte wie nie zuvor. Besonders der Osten sei betroffen, sagte Axel Plünnecke vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Deutschlandfunk. Dort gebe es weniger Zuwanderung. Die helfe aber "sehr stark, die Fachkräftesicherung und die Innovationskraft zu erhalten". mehr