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Die Zahl der Zuzüge nach Deutschland ist laut Migrationsbericht zwischen 2010 und 2011 um 20 Prozent auf 958.000 Personen gestiegen, nur 689.000 Personen verließen 2011 das Land. Besonders viele Migranten kamen aus Polen, Rumänien und Bulgarien nach Deutschland, wohingegen gegenüber der Türkei ein sogenannter Wanderungsverlust zu verzeichnen war.

Während EU-Ausländer keine Aufenthaltserlaubnis brauchen, ist sie bei Nicht-EU-Bürgern nötig. Im Jahr 2011 wurden 27 Prozent mehr solcher Aufenthaltserlaubnisse zur Erwerbstätigkeit ausgestellt als 2010 – rund 36.000. Deutsche Unternehmen gelang es also gut, Fachkräfte im Ausland zu rekrutieren, obwohl die Mitte 2012 beschlossenen Erleichterungen für die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte noch nicht in Kraft getreten waren.

Gelöst sind alle Fachkraft-Probleme der deutschen Wirtschaft dadurch allerdings noch lange nicht. Denn selbst wenn sich die Zuwanderung 2011 sehr positiv entwickelt hat, muss Deutschland auch weiterhin an seiner Attraktivität für ausländische Fachkräfte arbeiten: Pro Jahr sterben hierzulande etwa 200.000 Menschen mehr, als geboren werden. Entsprechend benötigt die Bundesrepublik auch in Zukunft viele Zuwanderer, um ihre Wirtschaftsleistung zu erhalten. Der Wettbewerb um international mobile Fachkräfte wird indes zunehmen, da viele entwickelte Volkswirtschaften vom demografischen Wandel betroffen sind.

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MINT-Herbstreport 2016
Gutachten, 30. November 2016

Christina Anger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke MINT-Herbstreport 2016 – Bedeutung und Chancen der ZuwanderungArrow

MINT-Kräfte haben eine zentrale Bedeutung für die Innovationskraft in Deutschland. Vor diesem Hintergrund ist es eine gute Nachricht, dass die Erwerbstätigkeit von MINT-Akademikern von 2011 bis 2014 um rund 84.000 pro Jahr gestiegen ist. In vielen Regionen Deutschlands leisten Zuwanderer einen Beitrag gegen Fachkräfteengpässe. mehr

How migration impacts the housing market
IW-Nachricht, 25. Oktober 2016

Germany How migration impacts the housing market Arrow

In recent years, the German housing market has come under considerable pressure: The demand has drastically increased particularly due to the high number of international migrants, while at the same time construction activity has hit a new low. Therefore the Cologne Institute for Economic Research has made a first attempt to estimate the exact construction demand in Germany. mehr

IW-Trends, 20. September 2016

Andrea Hammermann / Matthias Niendorf / Jörg Schmidt Kulturelle Diversität als Erfolgsfaktor? Empirische Ergebnisse auf Basis des Linked-Employer-Employee-Datensatzes des IAB Arrow

Der Einfluss der kulturellen Diversität innerhalb der Belegschaft auf den betrieblichen Erfolg ist kontextabhängig. Kulturelle Vielfalt innerhalb der Belegschaft wirkt per se weder förderlich noch hinderlich. Dies ist das Ergebnis einer empirischen Auswertung von Linked-Employer-Employee-Daten für Deutschland über das Zusammenspiel kulturell unterschiedlicher Gruppen in Unternehmen und ihren (möglichen) Einfluss auf die Bruttowertschöpfung. mehr