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Zuwanderung Quelle: kolett – Fotolia

Denn Zuwanderer, die ihren Abschluss an einer deutschen Hochschule machen, tragen laut IW-Analyse besonders gut zur Fachkräftesicherung bei: Rund die Hälfte der Absolventen bleibt nach dem Studium in Deutschland. Etwa 25 Prozent der zugewanderten Hochschüler schließen ein Ingenieurstudium ab – unter allen Absolventen beträgt der Anteil lediglich 18 Prozent.

Mit Blick auf die Erwerbsbeteiligung ist die Zuwanderung über die Hochschule sehr erfolgreich: 92 Prozent der männlichen Zuwanderer mit einem deutschen Hochschulzeugnis sind heute erwerbstätig, bei den Frauen sind es 74 Prozent; 81 Prozent der Männer und 69 Prozent der Frauen sind in Fach- und Führungspositionen tätig. Diese Werte liegen bei den Männern sogar leicht über dem entsprechenden Anteil von Hochschulabsolventen ohne Migrationshintergrund und bei den Frauen nur leicht darunter.

Ausländische Akademiker mit hiesigem Hochschulabschluss arbeiten vor allem als Wissenschaftler, Ingenieur, Softwareentwickler, Unternehmer oder Hochschullehrer – 24 Prozent der erwerbstätigen Hochschul-Zuwanderer sind in diesen fünf Berufen tätig; von den Hochschulabsolventen ohne Migrationshintergrund arbeiten lediglich 13 Prozent in diesen Professionen.

Beim Thema Einkommen stehen die Zuwanderer „Eingeborenen“ indes in nichts nach: Ihr Studium zahlt sich laut IW-Studie monetär genauso aus.

Ansprechpartner

IW-Kurzbericht, 14. Februar 2017

Oliver Koppel / Axel Plünnecke Erste Erfolge der qualifizierten Zuwanderung aus IndienArrow

Bereits in den letzten Jahren haben Zuwanderer erheblich zur Fachkräftesicherung in MINT-Berufen beigetragen. Bestrebungen, MINT-Zuwanderer aus dem Herkunftsland Indien zu gewinnen, zeigen erste Erfolge – sowohl die Zahl der Beschäftigten in akademischen MINT-Berufen als auch die Zahl der Studierenden in MINT-Fächern sind zuletzt deutlich gestiegen. mehr

Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-Industrie
Gutachten, 9. Februar 2017

Holger Schäfer Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-IndustrieArrow

Das Familiengeld soll Eltern finanziell belohnen, die sich die Erwerbsarbeit in einem Korridor von 28 bis 36 Stunden gleichmäßig aufteilen. Eine Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des Verbandes Gesamtmetall gemacht hat, zeigt, dass diese Leistung den Fachkräfteengpass in der Metall- und Elektro-Industrie verstärkt. mehr

Zuwanderung in die Großstädte
Gutachten, 7. Februar 2017

Philipp Deschermeier / Ralph Henger / Björn Seipelt / Michael Voigtländer Zuwanderung in die Großstädte und resultierende WohnungsnachfrageArrow

Die Nachfrage nach Wohnraum in den deutschen großen Städten ist nach wie vor hoch. Ursächlich dafür ist die starke Zuwanderung sowohl aus dem Ausland als auch dem Inland. Allerdings gelingt es den Großstädten nicht, genügend zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, um die Nachfrage zu bedienen. mehr