Integration klappt besser Image
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Die Nettozuwanderung hat zuletzt wieder zugenommen, und auch die Qualifikation der Zuwanderer hat sich deutlich verbessert, so eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. Zuwanderer fassen heute leichter auf dem Arbeitsmarkt Fuß: Die in den vergangenen zehn Jahren zugewanderten und erwerbstätigen Personen besetzen inzwischen zu etwa 23 Prozent eine Fach- und Führungsposition – das entspricht dem Durchschnitt der erwerbstätigen Gesamtbevölkerung. Besonders erfolgreich sind jene Zuwanderer, die ein Studium an einer deutschen Hochschule abgeschlossen haben. Sie schneiden auf dem Arbeitsmarkt in etwa so gut ab wie Hochschulabsolventen ohne Migrationshintergrund.

Auch die bereits länger in Deutschland lebenden Migranten sind mittlerweile besser integriert. So konnten zum Beispiel Jugendliche mit Migrationshintergrund bei der PISA-Untersuchung aufholen – unter anderem, weil sie als Kinder häufiger zum Kindergarten gingen und dort Sprachkurse absolvierten als noch die Vorgängergeneration. Zudem haben die Unternehmen zuletzt häufiger Anstrengungen unternommen, die Potenziale von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu heben. Eine Unternehmensbefragung des IW hat ergeben, dass 34 Prozent der Firmen mit mehr als 250 Mitarbeitern Sprachförderangebote planen oder bereits umgesetzt haben. Etwa 30 Prozent der befragten Unternehmen gaben zudem an, kulturelle Besonderheiten im Alltag zu berücksichtigen. Hinzu kommt, dass ausländische Abschlüsse künftig leichter anerkannt werden sollen und Zuwanderer deshalb demnächst wohl häufiger in ihren eigentlichen Berufen arbeiten können. Dies alles dürfte die Integrationsergebnisse auch in Zukunft verbessern.

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MINT-Herbstreport 2016
Gutachten, 30. November 2016

Christina Anger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke MINT-Herbstreport 2016 – Bedeutung und Chancen der ZuwanderungArrow

MINT-Kräfte haben eine zentrale Bedeutung für die Innovationskraft in Deutschland. Vor diesem Hintergrund ist es eine gute Nachricht, dass die Erwerbstätigkeit von MINT-Akademikern von 2011 bis 2014 um rund 84.000 pro Jahr gestiegen ist. In vielen Regionen Deutschlands leisten Zuwanderer einen Beitrag gegen Fachkräfteengpässe. mehr

How migration impacts the housing market
IW-Nachricht, 25. Oktober 2016

Germany How migration impacts the housing market Arrow

In recent years, the German housing market has come under considerable pressure: The demand has drastically increased particularly due to the high number of international migrants, while at the same time construction activity has hit a new low. Therefore the Cologne Institute for Economic Research has made a first attempt to estimate the exact construction demand in Germany. mehr

IW-Trends, 20. September 2016

Andrea Hammermann / Matthias Niendorf / Jörg Schmidt Kulturelle Diversität als Erfolgsfaktor? Empirische Ergebnisse auf Basis des Linked-Employer-Employee-Datensatzes des IAB Arrow

Der Einfluss der kulturellen Diversität innerhalb der Belegschaft auf den betrieblichen Erfolg ist kontextabhängig. Kulturelle Vielfalt innerhalb der Belegschaft wirkt per se weder förderlich noch hinderlich. Dies ist das Ergebnis einer empirischen Auswertung von Linked-Employer-Employee-Daten für Deutschland über das Zusammenspiel kulturell unterschiedlicher Gruppen in Unternehmen und ihren (möglichen) Einfluss auf die Bruttowertschöpfung. mehr