Immer besser qualifiziert Image
Hatten im Jahr 2005 nur 14 Prozent der Zuwanderer einen Hochschulabschluss, waren es 2014 bereits mehr als 25 Prozent. Quelle: cristovao31 Fotolia

Die deutsche Gesellschaft ist zunehmend von Zuwanderern und ihren Nachkommen geprägt: In den vergangenen 10 Jahren ist der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund von 18 auf 20 Prozent gestiegen. Gleichzeitig erhöhte sich auch das Qualifikationsniveau der Migranten: Hatten im Jahr 2005 nur 14 Prozent der Zuwanderer einen Hochschulabschluss, waren es 2014 bereits mehr als 25 Prozent. Auch die in Deutschland geborenen Nachkommen früherer Zuwanderer haben häufiger studiert: Der Anteil der 25- bis 34-Jährigen mit Hochschulabschluss stieg im selben Zeitraum von 8 auf 15 Prozent.

Am anderen Ende der Bildungsskala sieht es mittlerweile auch freundlicher aus als noch vor einigen Jahren. Der Anteil der Zuwanderer ohne abgeschlossene Berufsausbildung ist von etwa 46 auf 36 Prozent gesunken. Unter den in Deutschland geborenen Migrantenkindern geht die Tendenz – wenn auch zögerlich – ebenfalls in die richtige Richtung: Der Anteil der 25- bis 34-Jährigen ohne berufsqualifizierenden Abschluss ist in den vergangenen 10 Jahren von 36 auf 34 Prozent gesunken. Sowohl unter den Neuankömmlingen als auch unter den etablierten Zuwanderern sind die Geringqualifizierten dennoch nach wie vor zahlreich. Zum Vergleich: Unter den Deutschen ohne Migrationshintergrund blieben in derselben Altersgruppe nur 15 Prozent ohne Ausbildung.

Deshalb muss die Integrationspolitik in Deutschland weiter gestärkt werden. Wünschenswert wäre beispielsweise eine gezieltere Sprachförderung vom ersten Tag in der Kita an bis zum Schulabschluss. Zudem benötigen viele Migrantenkinder weitere Hilfen wie Hausaufgabenbetreuung, weil ihre Eltern häufig die deutsche Sprache nicht ausreichend beherrschen und ihre Kinder deshalb zu wenig unterstützen. Gelingt es, die Integration weiter zu verbessern, kann selbst die Flüchtlingszuwanderung eine Chance bieten – und einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten.

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1. Dezember 2016

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In Deutschland ist Personal in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) seit Jahren knapp. Ohne die ausländischen Beschäftigten wäre die Fachkräftelücke sogar noch größer. Zur Verbesserung der Lage braucht es eine gezielte Zuwanderungspolitik. mehr auf iwd.de

MINT-Herbstreport 2016
Gutachten, 30. November 2016

Christina Anger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke MINT-Herbstreport 2016 – Bedeutung und Chancen der ZuwanderungArrow

MINT-Kräfte haben eine zentrale Bedeutung für die Innovationskraft in Deutschland. Vor diesem Hintergrund ist es eine gute Nachricht, dass die Erwerbstätigkeit von MINT-Akademikern von 2011 bis 2014 um rund 84.000 pro Jahr gestiegen ist. In vielen Regionen Deutschlands leisten Zuwanderer einen Beitrag gegen Fachkräfteengpässe. mehr