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Doch seit 1998 gibt es immer weniger dieser Helfer, im März waren es nicht einmal 50.000 – und zumindest formal betrachtet verschwinden die Zivis bald ganz. Ab Juli dieses Jahres ersetzt der sogenannte Freiwilligendienst den Zivildienst. Ganz unerwartet kommt das Ende nicht, schließlich gab es von verschiedenen Seiten seit längerem Kritik. Besonders die mangelnde Wehrgerechtigkeit wurde allgemein beklagt, denn nach Schätzungen der Bundeswehr leisteten zuletzt nur noch knapp 19 Prozent der Wehrfähigen ihren Dienst bei der Armee, und gut 20 Prozent wurden Zivis, während die übrigen ausgemustert wurden, Ausnahmeregelungen in Anspruch nahmen oder einfach nur „Glück“ hatten und zu keinem Dienst herangezogen wurden.

Die Zivis waren Ökonomen noch aus einem anderen Grund ein Dorn im Auge: Zivildienstleistende waren billige Arbeitskräfte für die Wohlfahrtsverbände, private Anbieter dagegen konnten nur auf reguläre Beschäftigte zurückgreifen – kein wirklich fairer Wettbewerb. Caritas und Co. müssen nun auf den Freiwilligendienst und das freiwillige soziale Jahr bauen.

IW-Kurzbericht, 23. November 2016

Jochen Pimpertz Pflegereform III – Personalkosten sind mehr als die VergütungArrow

Um dem steigenden Pflegebedarf gerecht werden zu können, bedarf es unter anderem eines Ausbaus der Pflegeinfrastruktur. Neue Nachweispflichten für die Betreiber von Pflegeeinrichtungen drohen aber die Investitionsbedingungen zu verschlechtern. Leidtragende wären Pflegebedürftige und Steuerzahler. mehr

100. Katholikentag
IW-Nachricht, 25. Mai 2016

100. Katholikentag Kirche und Kapital ziehen oft am selben StrangArrow

Auf Kirchentagen gehört Kapitalismuskritik zum guten Ton. Dabei haben Kirche und Unternehmen letztlich ähnliche Anliegen. Entsprechend ist es zu begrüßen, dass auf dem 100. Katholikentag in Leipzig häufig der Dialog zwischen Wirtschaft und Kirche auf dem Programm steht. mehr