Zinsentscheid der Fed Image
Die Fed sollte eine schnellere Normalisierung des Leitzinses mit größeren Zinsschritten anstreben. Foto: Cameron Whitman/iStock

Als die aktuelle Fed-Chefin Janet Yellen im Februar 2014 die Leitung der Notenbank übernahm, dauerte die Nullzinspolitik der Fed schon 62 Monate an. Und Yellen führte die Politik ihres Vorgängers so lange fort, bis sich der Arbeitsmarkt merklich erholt hatte – mittlerweile hat sich die Arbeitslosenquote halbiert und liegt nicht mehr bei den historisch hohen 10 Prozent.

Jetzt ist es Yellens primäre Aufgabe, den Leitzins zurück zu seinem neutralen Niveau von 4 Prozent zu bringen. Den Weg dorthin will sie mit kleinen, regelmäßigen Zinsschritten gehen. Eine Normalisierung würde dann aber bis Mitte 2018 dauern. Für die Sparer hätte die Niedrigzinsphase damit zehn Jahre angehalten. Mit Zinsschritten von 0,5 Prozentpunkte könnte die Fed die Normalisierung um ein Jahr beschleunigen. Die Wirtschaft würde hierdurch voraussichtlich nicht gebremst werden.

Für die Europäische Zentralbank (EZB) liegen Zinserhöhungen dagegen noch in weiter Ferne. Sie hat mit größeren Problemen als die Fed zu kämpfen: Im Euroraum sind es vor allem strukturelle Probleme, die der EZB die Arbeit erschweren – die hohe Verschuldung der Unternehmen in den südlichen Ländern führt dazu, dass jene noch immer nicht investieren. Investitionen werden als Wachstumsmotor aber dringend gebraucht.

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IW-Kurzbericht, 16. Februar 2017

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After the economic recovery has strengthened and inflation rates have increased, hopes for higher interest rates emerged among savers, while debtors began to fear higher financing costs. This article argues, that there is room for higher interest rates, but this room is small compared to historical interest rate levels. mehr

Bankenregulierung sollte nicht alle über einen Kamm scheren
Gastbeitrag, 3. Februar 2017

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Die wissenschaftlichen Berater von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel forderten laut Medienberichten eine stärkere Regulierung der Banken. Sie folgten dabei einem Vorschlag des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht. Dieses Vorhaben ist aber aus mehreren Gründen problematisch. Ein Gastbeitrag in der Zeitschrift Profil von IW-Finanzmarktökonom Markus Demary. mehr

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Die US-Notenbank Federal Reserve hat ihre Leitzinsen nicht angehoben – trotz guter Wirtschaftsdaten. Das dürfte die neue US-Regierung freuen, denn sie braucht niedrige Zinsen, um ihre Infrastrukturvorhaben zu finanzieren. Doch der Druck auf die Fed bleibt hoch. mehr