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Bislang zieht es viele Flüchtlinge in Großstädte mit hohem Migrantenanteil. Vor allem Ruhrgebietsmetropolen wie Essen werden zum Ziel. Das will die Bundesregierung jetzt verhindern. Foto: Michael Luhrenberg/iStock

Anerkannte Flüchtlinge dürfen sich nach der neuen Regelung den eigenen Wohnort erstmal nicht mehr selber aussuchen. Die Regierung kann sie aber innerhalb der drei Jahre auf einzelne Städte und Regionen verteilen, abhängig von der lokalen Ausbildungs- und Arbeitsmarktsituation sowie dem vorhandenen Wohnraum und den Möglichkeiten, Deutsch zu lernen – Voraussetzungen, die im Königsteiner Schlüssel bislang nicht berücksichtigt werden. Ausgenommen von dieser Regel sind unter anderem Personen, die eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung finden, eine Berufsausbildung aufnehmen oder ein Studium beginnen.

Was vordergründig hart klingt, könnte Flüchtlingen langfristig auf ihrem Weg in die Gesellschaft helfen. Denn damit soll auch verhindert werden, dass sie sich nach der Anerkennung ihres Flüchtlingsstatus in Gebieten mit hohem Migrantenanteil ansiedeln. Häufig zieht es sie in Städte, in denen bereits Familienangehörige oder Personen aus demselben Herkunftsland leben. Das bietet zwar soziale Sicherheit, kann aber den Weg in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft hemmen, wie erste Studien zeigen. Damit droht zudem eine Überlastung einzelner Großstädte, unter anderem im Ruhrgebiet.

Daher ist die Entscheidung der Bundesregierung richtig. Wichtig ist aber, dass ein bundeseinheitlicher Verteilungsmechanismus von den Ländern konsequent umgesetzt wird, sodass Flüchtlinge in die Regionen verteilt werden, in denen sie die besten Integrationschancen haben.

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MINT-Herbstreport 2016
Gutachten, 30. November 2016

Christina Anger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke MINT-Herbstreport 2016 – Bedeutung und Chancen der ZuwanderungArrow

MINT-Kräfte haben eine zentrale Bedeutung für die Innovationskraft in Deutschland. Vor diesem Hintergrund ist es eine gute Nachricht, dass die Erwerbstätigkeit von MINT-Akademikern von 2011 bis 2014 um rund 84.000 pro Jahr gestiegen ist. In vielen Regionen Deutschlands leisten Zuwanderer einen Beitrag gegen Fachkräfteengpässe. mehr

How migration impacts the housing market
IW-Nachricht, 25. Oktober 2016

Germany How migration impacts the housing market Arrow

In recent years, the German housing market has come under considerable pressure: The demand has drastically increased particularly due to the high number of international migrants, while at the same time construction activity has hit a new low. Therefore the Cologne Institute for Economic Research has made a first attempt to estimate the exact construction demand in Germany. mehr

IW-Trends, 20. September 2016

Andrea Hammermann / Matthias Niendorf / Jörg Schmidt Kulturelle Diversität als Erfolgsfaktor? Empirische Ergebnisse auf Basis des Linked-Employer-Employee-Datensatzes des IAB Arrow

Der Einfluss der kulturellen Diversität innerhalb der Belegschaft auf den betrieblichen Erfolg ist kontextabhängig. Kulturelle Vielfalt innerhalb der Belegschaft wirkt per se weder förderlich noch hinderlich. Dies ist das Ergebnis einer empirischen Auswertung von Linked-Employer-Employee-Daten für Deutschland über das Zusammenspiel kulturell unterschiedlicher Gruppen in Unternehmen und ihren (möglichen) Einfluss auf die Bruttowertschöpfung. mehr