Wirtschaftskriminalität Image
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Die Täter mit weißem Kragen werden vor allem in Krisenzeiten aktiv – wenn ihre Karriere stockt. Rund 40 Prozent der Unternehmen erwarten daher, dass die Wirtschaftskriminalität noch weiter zunimmt, zum Beispiel die Industriespionage.

Anzeigen und Bestrafungen müssen die Täter – insbesondere wenn es sich um Topmanager handelt – kaum fürchten. Denn aus Sorge vor negativer Publicity behalten viele Unternehmen das Problem lieber für sich. Eine pragmatische Alternative wäre daher mehr und verbesserte Prävention, zumal bisher nur 13 Prozent der Fälle durch interne Kontrollen aufgedeckt werden. Dennoch sparen viele Firmen an der Vorsorge und bekämpfen zum Beispiel Korruption nicht systematisch – etwa mit einem in die Geschäftsprozesse integrierten Wertemanagement. In einer solchen Unternehmenskultur fördert faires Verhalten nicht nur die persönliche Karriere, sondern gleichzeitig auch die langfristigen Erfolgsaussichten des Unternehmens. Bereits in der Ausbildung der Nachwuchsmanager müsste Unternehmensethik ein Pflichtfach sein. Nur so lernen die jungen Menschen rechtzeitig, wie man richtig mit den Versuchungen des schnellen Geldes umgeht.

CSR Nachhaltigkeitsberichte
IW-Nachricht, 8. Dezember 2016

Corporate Social Responsibility Tue Gutes und schreibe darüberArrow

Viele Unternehmen engagieren sich freiwillig für Umwelt und Gesellschaft. Nun werden größere Betriebe dazu verpflichtet, Nachhaltigkeitsberichte zu erstellen. Ob diese helfen, das Engagement voranzutreiben, ist allerdings fraglich. Denn Interessenskonflikte werden dadurch nicht gelöst. mehr

IW policy paper
IW policy paper, 1. Dezember 2016

Theresa Eyerund / Marie Möller Unternehmen im Spannungsfeld der StakeholderansprücheArrow

Diese Publikation analysiert, wie private und staatliche Maßnahmen und Forderungen in Bezug auf das unternehmerische Engagement zu bewerten sind. Die Basis dafür bietet eine Analyse, wie sich Unternehmen im Spannungsfeld der Stakeholderinteressen engagieren können, in welchen Bereichen und in welchem Umfang sie das tun sollten und umsetzen und wie das Engagement innerhalb der Unternehmen organisiert und bewertet wird. mehr

Gesellschaftliche Herausforderungen
IW-Pressemitteilung, 11. Mai 2016

Gesellschaftliche Herausforderungen Firmen übernehmen VerantwortungArrow

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat 600 Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern befragt, inwiefern sie sich für Flüchtlinge engagieren. Das Ergebnis: Dreiviertel der Firmen unterstützen Flüchtlinge aktiv – durch Spenden, Praktika, Arbeits- oder Ausbildungsplätze. Auch bei der Familienförderung übernehmen Firmen gesellschaftliche Verantwortung. mehr