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Für Gründer hat das Internet große Vorteile: Dort können sie vollkommen neue Geschäftsmodelle kostengünstig aufbauen. Häufig sind nur eine Idee, ein paar Computer und einige Programmierer nötig. Man denke nur an Google – der Weltkonzern startete als Zwei-Mann-Betrieb in einer Garage. Wenn sich ihr Produkt oder Service durchsetzt, können einzelne Unternehmen innerhalb kürzester Zeit große Marktanteile gewinnen. Spezielle Regulierungen sind dennoch nicht nötig, urteilt die Monopolkommission jetzt in ihrem Sondergutachten. Denn was heute ein Monopol ist, kann morgen schon durch eine neue Geschäftsidee verdrängt werden. Viel wichtiger ist für die Kommission, die bestehende Regulierung an andere Fragen anzupassen: Wie wird mit Daten umgegangen? Welche Fusionen sollten in der digitalen Ökonomie erlaubt werden? Und ist die Wettbewerbspolitik zu langsam?

Letzteres spielt insbesondere in der sogenannten Sharing Economy eine Rolle: Neuartige Unternehmen, die sich auf das Teilen von Gütern, Dienstleistungen oder Wissen spezialisiert haben, stehen im Wettbewerb mit etablierten Anbietern. Eines der wohl bekanntesten Beispiele ist die Übernachtungsplattform Airbnb: Weil dort Privatpersonen ihre Unterkünfte anbieten, halten sie sich typischerweise nicht an die gleichen Regeln wie professionelle Anbieter, etwa Hotels. Dadurch hat Airbnb einen klaren Wettbewerbsvorteil: Hotels müssen sich beispielsweise an Hygiene- und Sicherheitsvorschriften halten – private Anbieter tun dies in der Regel nicht.

Hier muss die derzeitige Regulierung an die digitale Wirklichkeit angepasst werden. Gefragt ist dabei Schnelligkeit und genau daran könnte es haken: Für eine digitale Wettbewerbspolitik sind zunächst analoge Ressourcen – Personal mit ausreichend Zeit – nötig.

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Wer Weg in die Gigabit-Gesellschaft
Gutachten, 13. Februar 2017

Sebastian van Baal / Bernd Beckert / Roman Bertenrath / Manuel Fritsch / Christian Helmenstein / Anna Kleissner / Karl Lichtblau / Agnes Millack / Thomas Schleiermacher / Manfred Stadlbauer / Klaus Weyerstraß / Ralf Wiegand Der Weg in die Gigabit-GesellschaftArrow

Startpunkt der in dieser Studie unternommenen Reise zur Gigabit-Gesellschaft ist eine Standortbestimmung. Sie beginnt mit Fragen: Wo stehen wir gegenwärtig in der Digitalisierung, was ist der Status quo? Hinzu gesellen sich schnell weitere Fragen: Was ist überhaupt Digitalisierung? Wie groß ist das hierbei zu verarbeitende Datenvolumen und woher kommt dieser Datenhunger überhaupt? Was muss getan werden, um ihn zu stillen? mehr

10. Februar 2017

Cyberkriminalität So verhindert man den DatenklauArrow

Datenklau und Social Engineering sind für die Unternehmen ein großes Geschäftsrisiko – noch vor Betriebsunterbrechungen. Dabei gibt es einfache Tricks, wie sich Mitarbeiter sicherer im Internet bewegen und damit auch ihr Unternehmen schützen können. mehr auf iwd.de

IW-Report
IW-Report, 6. Februar 2017

Adriana Neligan / Edgar Schmitz Digitale Strategien für mehr Materialeffizienz in der IndustrieArrow

Um den Herstellungsprozess zu optimieren oder Material einzusparen, dominieren im Verarbeitenden Gewerbe eher klassische Maßnahmen. Doch um das Material noch effizienter einsetzen zu können, sollte die Digitalisierung weiter vorangetrieben werden. mehr