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Werkverträge werden tagtäglich tausendfach abgeschlossen: Wenn eine Reinigungsfirma mit der Reinigung von Büros beauftragt wird oder ein Logistikunternehmen Waren anliefert, handelt es sich oft um einen Werkvertrag. Die ökonomische Idee dahinter ist, dass spezialisierte Anbieter Produkte und Dienstleistungen besser und effizienter herstellen können als der Abnehmer. Diese gesamtwirtschaftliche Arbeitsteilung ist die wesentliche Triebfeder für Produktivitätszuwächse, die ihrerseits darüber bestimmen, inwieweit Wohlstand zu- oder abnimmt.

Die Idee, dass Anbieter und Abnehmer von Werkvertragsleistungen die gleichen Löhne zahlen müssen, ist abwegig. Vielmehr ist es vollkommen normal, wenn Tätigkeiten in unterschiedlichen Branchen unterschiedlich entlohnt werden. Schließlich haben viele Werkvertragsunternehmen eigene Branchenverbände, die eigene Tarifverträge abgeschlossen haben. Die vom Petitionsausschuss ins Spiel gebrachte Regelung würde massiv in die Tarifautonomie der Anbieter von Werkvertragsleistungen eingreifen, da sie sich dann ja grundsätzlich an den Tarifen ihrer Kunden orientieren müssten. Dies wäre angesichts der 70.000 geltenden Tarifverträge in Deutschland nicht praktikabel. Unklar ist zudem, wie mit Vorleistungen zu verfahren wäre, die aus dem Ausland bezogen werden.

Statt mehr Gerechtigkeit herbeizuführen, gefährdet der Vorschlag Deutschlands Wohlstand. Denn der Plan würde dazu führen, dass in vielen Bereichen keine Werkverträge mehr zustande kommen. Unternehmen wären aber schlicht nicht wettbewerbsfähig, wenn sie ein Produkt vom Anfang bis zum Ende komplett selbst herstellen müssten.

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13. Februar 2017

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IW-Direktor Michael Hüther
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Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erklärt Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, warum er von dem Vorschlag der SPD, Managergehälter zu begrenzen, nichts hält und warum sich ein gesetzlicher Eingriff verbietet. mehr

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