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Quelle: Ver.di

Warnstreiks sollen keinen großen Schaden anrichten, aber den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen. Deshalb werden sie schon vor dem Scheitern einer Tarifverhandlung organisiert. Grundsätzlich zahlt Ver.di bei Warnstreiks zwar kein Streikgeld. Wenn die Ausstände aber mehr als vier Stunden dauern, greift die Gewerkschaft doch in ihre Schatulle. Sonst würde die Streikbereitschaft leiden. Die Streikenden erhalten dann ein anteiliges Streikgeld, das bei einem vollen Arbeitstag das 2,5fache eines Monatsbeitrags ausmacht, der sich wiederum auf 1 Prozent des regelmäßigen Bruttoeinkommens beläuft. Bei einem Bruttoverdienst von monatlich 2.000 Euro entspricht das 50 Euro pro Tag.

Ver.di ist zu dieser Streikdosierung verdammt, um die Streikkasse zu schonen. Die großen Streiks im Öffentlichen Dienst (2006) und bei der Telekom (2007) haben nach Expertenschätzungen bis zu 80 Millionen Euro gekostet und ein gewaltiges Loch in die Streikkasse gerissen.

13. Januar 2017

ver.di Mit Streiklust gegen MitgliederschwundArrow

Fünfzehn Jahre nach der Gründung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft fällt die Bilanz gemischt aus. Die Mitgliederzahl von ver.di ging um ein gutes Viertel zurück, die Finanzen sind wieder auf dem aufsteigenden Ast – auch dank höherer Lohnabschlüsse. mehr auf iwd.de

IW-Trends, 9. Januar 2017

Hagen Lesch Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.diArrow

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Verdi im Kampfmodus
IW-Pressemitteilung, 9. Januar 2017

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