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Auf der IW-Webseite www.arm-und-reich.de wird detailliert aufgezeigt, dass sich die Einkommensschere in Deutschland in den vergangenen Jahren nicht weiter geöffnet hat. Wie die OECD-Studie zeigt, ist dies keineswegs in allen OECD-Ländern der Fall gewesen. In 21 von 33 Ländern verlief die Einkommensentwicklung der Gutverdiener während der Finanz- und Wirtschaftskrise besser als die der Armen. In Deutschland ist es umgekehrt: Zwischen 2007 und 2010 sind die Einkommen der einkommensschwächsten 10 Prozent der Bevölkerung stärker gestiegen als die der oberen 10 Prozent.

Neben der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt liegt das vor allem daran, dass sich die Ungleichheit der Vermögenseinkommen reduziert hat. Tatsächlich geht die Konzentration der Vermögenseinkommen bei den einkommensreichsten 10 Prozent hierzulande bereits seit 2005 deutlich zurück.

Die OECD Studie bestätigt auch den funktionierenden sozialen Ausgleich in Deutschland: Im OECD-Vergleich schafft es die Bundesrepublik auf Rang 6, wenn es darum geht, die Ungleichheit durch das Steuer- und Transfersystem zu reduzieren. Die Höhe der Umverteilung ist seit 1995 demnach sogar gestiegen.

Ansprechpartner

Mit einer neuen Regionalpolitik gegen Armut
Veranstaltung, 5. Dezember 2016

Pressekonferenz Mit einer neuen Regionalpolitik gegen ArmutArrow

Wenn es um Armut in Deutschland geht, werden in der öffentlichen Diskussion nicht selten pauschale oder fehlerhafte Argumente genutzt. So gilt häufig der Osten Deutschlands als arm, der Westen hingegen eher als reich. Doch so einfach ist es nicht. mehr

Ungleichheit
IW-Nachricht, 28. November 2016

Ungleichheit Keine Gefahr für das WirtschaftswachstumArrow

Obwohl die Ungleichheit in Deutschland steigt, hat das keine negativen Konsequenzen für das Wirtschaftswachstum. Der Zusammenhang zwischen den beiden Variablen ist alles andere als eindeutig. Mögliche negative Effekte auf die wirtschaftliche Entwicklung sind eher in Entwicklungsländern und in Ländern mit einer extrem hohen Ungleichheit zu erwarten als in Deutschland. mehr

Interview, 8. September 2016

Michael Hüther und Gustav A. Horn auf Zeit Online "Es gibt kein Problem mit Altersarmut"Arrow

Ein großer Niedriglohnsektor und Abstiegsangst der Mittelschicht, gleichzeitig fast Vollbeschäftigung und hohes Wachstum: Wie gerecht ist Deutschland? Ein Streitgespräch zwischen IW-Direktor Michael Hüther und Gustav A. Horn, Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung. mehr