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Auf der IW-Webseite www.arm-und-reich.de wird detailliert aufgezeigt, dass sich die Einkommensschere in Deutschland in den vergangenen Jahren nicht weiter geöffnet hat. Wie die OECD-Studie zeigt, ist dies keineswegs in allen OECD-Ländern der Fall gewesen. In 21 von 33 Ländern verlief die Einkommensentwicklung der Gutverdiener während der Finanz- und Wirtschaftskrise besser als die der Armen. In Deutschland ist es umgekehrt: Zwischen 2007 und 2010 sind die Einkommen der einkommensschwächsten 10 Prozent der Bevölkerung stärker gestiegen als die der oberen 10 Prozent.

Neben der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt liegt das vor allem daran, dass sich die Ungleichheit der Vermögenseinkommen reduziert hat. Tatsächlich geht die Konzentration der Vermögenseinkommen bei den einkommensreichsten 10 Prozent hierzulande bereits seit 2005 deutlich zurück.

Die OECD Studie bestätigt auch den funktionierenden sozialen Ausgleich in Deutschland: Im OECD-Vergleich schafft es die Bundesrepublik auf Rang 6, wenn es darum geht, die Ungleichheit durch das Steuer- und Transfersystem zu reduzieren. Die Höhe der Umverteilung ist seit 1995 demnach sogar gestiegen.

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20. Februar 2017

Einkommensverteilung „Es geht uns heute deutlich besser als früher“Arrow

Mit seinem 2016 veröffentlichten Buch „Armut in Deutschland“ hat Georg Cremer, Generalsekretär des Deutschen Caritasverbands, für Furore gesorgt. Der 64-jährige Volkswirt setzt sich für Hilfen ein, die Arme wirklich erreichen. Den Meldungen über die vermeintlich bedrohte Mittelschicht tritt er vehement entgegen. mehr auf iwd.de

16. Februar 2017

Einkommensverteilung Die Vermessung der MitteArrow

Die Mittelschicht erodiert, lautet eine These in der aktuellen Verteilungsdiskussion. Doch so pauschal stimmt das nicht, hat das IW Köln in einer Studie herausgefunden. Allerdings erreichen bestimmte Menschen mit höherer Wahrscheinlichkeit die Mitte als andere. mehr auf iwd.de