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Sicher ist die Beobachtung richtig, dass die Vermögen in Deutschland weit ungleicher verteilt sind als die Einkommen. Dies ist aber nicht zwangsläufig „unfair“. Denn selbst bei einem ordentlichen Einkommen ist es eine Frage der persönlichen Präferenzen, ob man sein Geld ausgibt oder lieber fürs Alter spart und dadurch ein stattliches Vermögen aufbaut. Angesichts der Alterung der Bevölkerung ist es insofern schon überraschend, dass sich die Vermögensungleichheiten nicht weiter erhöht haben.

Auch die großen Vermögensunterschiede zwischen neuen und alten Bundesländern relativieren sich, wenn man auf das Alter schaut. Denn die Ost-West-Lücke zeigt sich erst ab einem Alter von etwa Mitte 30. Bei den Senioren ist sie dagegen besonders groß. Die heute betagten Ostdeutschen hatten in ihrer DDR-Vergangenheit aber gar keine Möglichkeit, viel beiseite zu legen.

Die im europäischen Maßstab hierzulande hohe Vermögensungleichheit erklärt sich schließlich nicht zuletzt durch die in Deutschland niedrige Wohneigentumsquote, wodurch viele überhaupt kein bedeutendes Vermögen haben – durch den guten Mietwohnungsmarkt wohnt es sich in Deutschland aber auch ohne eigenes Häuschen nicht schlecht.

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IW-Kurzbericht, 4. November 2016

Michael Voigtländer A high financial burden for German home buyersArrow

Home buyers in Germany not only have to pay high down payments for financing their property, but they also have to pay high transaction costs. Besides the transaction tax, also notary fees and the entry in the land register sum up to a considerable amount. The cases of the Netherlands and the United Kingdom illustrate that high transaction costs are not a necessity. mehr

Nebenkosten beim Immobilienkauf
IW-Pressemitteilung, 4. November 2016

Nebenkosten beim Immobilienkauf Ärmere Haushalte unterstützenArrow

In Deutschland sind die Nebenkosten beim Immobilienkauf mehr als doppelt so hoch wie in den Niederlanden und fast viermal so hoch wie in Großbritannien. Das zeigt eine neue Kurzstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Sie kritisiert, dass diese Kosten vor allem ärmeren Haushalten den Zugang zum Immobilienmarkt erheblich erschweren. mehr

23. September 2016

Kommentar Erbschaftssteuer: Eine (fast) unendliche GeschichteArrow

Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat hat sich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag geeinigt, bis Mitte Oktober sollen Bundestag und Bundesrat dem gefundenen Kompromiss zur Erbschaftssteuerreform zustimmen. Kommt es dazu, hätte die Politik die allerletzte Chance genutzt, die vom Bundesverfassungsgericht geforderten Änderungen umzusetzen. Das wäre jedoch absolut kein Grund, stolz zu sein, sagt Tobias Hentze, Referent für Öffentliche Finanzen im IW Köln. mehr auf iwd.de