Mehr Kitas statt Gesetze Image
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Frauen verdienen laut einer Studie des Statistischen Bundesamts durchschnittlich 22 Prozent weniger alsMänner . Rund 14 Prozentpunkte davon sind darauf zurückzuführen, dass sich Frauen und Männer ziemlich in Ausbildung, Tätigkeit, Berufserfahrung, Dienstalter und anderen Merkmalen unterscheiden; Babypausen noch gar nicht mit eingerechnet. Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zeigt, dass die Entgeltlücke „bereinigt“ nur noch rund 4 Prozent für Mütter mit kurzer Auszeit beträgt.

Das eigentliche Problem liegt also bei den Rahmenbedingungen. Mehr als die Hälfte der teilzeitbeschäftigten Frauen, die zurück in einen Vollzeitjob wollen, können dies nicht – weil sie sich den Kindern, Pflegebedürftigen oder sonstigen familiären Pflichten widmen müssen. Bevor also über gesetzliche Regelungen nachgedacht wird, sollte die Regierung hier verstärkt ansetzen. Es fehlen beispielsweise noch mindestens 220.000 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren, damit wie geplant 35 Prozent der Kleinen bis 2013 in Kitas, Krabbelgruppen und bei Tagesmüttern unterkommen.

Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-Industrie
Gutachten, 9. Februar 2017

Holger Schäfer Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-IndustrieArrow

Das Familiengeld soll Eltern finanziell belohnen, die sich die Erwerbsarbeit in einem Korridor von 28 bis 36 Stunden gleichmäßig aufteilen. Eine Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des Verbandes Gesamtmetall gemacht hat, zeigt, dass diese Leistung den Fachkräfteengpass in der Metall- und Elektro-Industrie verstärkt. mehr

Arbeitszeitwünsche von Frauen und Männern
IW-Kurzbericht, 17. Januar 2017

Holger Schäfer / Jörg Schmidt Arbeitszeitwünsche von Frauen und MännernArrow

Frauen und Männer haben unterschiedliche Präferenzen hinsichtlich des Umfangs ihrer Arbeitszeit. Eine Auswertung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) verdeutlicht, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine zentrale Ursache für divergierende Arbeitszeitwünsche darstellt. Allerdings unterscheiden sich die Wunscharbeitszeiten auch bei Frauen und Männern ohne Betreuungspflichten noch deutlich. mehr

Arbeitsmarktreformen – Unnötige Regulierungen
IW-Nachricht, 11. Januar 2017

Entgeltgleichheitsgesetz und Rückkehrrecht Unnötige RegulierungenArrow

Im Jahr 2016 waren so viele Menschen in Deutschland beschäftigt wie nie zuvor. Dennoch hat die Regierung in dieser Legislaturperiode noch zwei Arbeitsmarktreformen auf der Agenda: das Lohngerechtigkeitsgesetz und den Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit. Beide Gesetze sind weder nötig noch hilfreich. mehr