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Im vergangenen Jahr könnten rund 1,25 Milliarden Überstunden angefallen sein, rund 43 pro Arbeitnehmer. Das sind zwar mehr als im Krisenjahr 2009 (1,09 Milliarden), aber noch deutlich weniger als 2008 oder gar 2007, als es noch 1,43 Milliarden Stunden waren. Es ist fraglich, ob die Überstundenniveaus der Vorkrisenzeit überhaupt wieder erreicht werden. Denn neben Schwankungen, die auf der konjunkturellen Auslastung beruhen, existiert ein langfristiger Trend zur Reduzierung der Überstunden. Mit der zunehmenden Verbreitung flexibler Arbeitszeitmodelle werden sie mehr und mehr entbehrlich. So wurden vor zehn Jahren noch fast 60 Überstunden pro Kopf und Jahr gefahren, in den 1970er Jahren waren es sogar weit mehr als 100.

IW-Direktor Michael Hüther
Interview, 10. Februar 2017

Michael Hüther in der Frankfurter Allgemeinen „Vorstandsgehälter sind die Sache des Aufsichtsrats“Arrow

Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erklärt Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, warum er von dem Vorschlag der SPD, Managergehälter zu begrenzen, nichts hält und warum sich ein gesetzlicher Eingriff verbietet. mehr

Arbeitszeitwünsche von Frauen und Männern
IW-Kurzbericht, 17. Januar 2017

Holger Schäfer / Jörg Schmidt Arbeitszeitwünsche von Frauen und MännernArrow

Frauen und Männer haben unterschiedliche Präferenzen hinsichtlich des Umfangs ihrer Arbeitszeit. Eine Auswertung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) verdeutlicht, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine zentrale Ursache für divergierende Arbeitszeitwünsche darstellt. Allerdings unterscheiden sich die Wunscharbeitszeiten auch bei Frauen und Männern ohne Betreuungspflichten noch deutlich. mehr