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Allerdings können auch nicht-ökonomische Gründe vorliegen, die einen Wechsel auf Vollzeit verhindern – in Deutschland sind das vor allem mangelnde Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Das Problem, dass man keine Vollzeitstelle bekommt und sich mit einer kleinen Lösung zufrieden geben muss, ist in Deutschland recht gering. Unfreiwillig kürzer traten hierzulande im Jahr 2007 nur 23 Prozent der Teilzeiter. Wesentlich mehr Probleme hatten Arbeitnehmer in Spanien (49 Prozent), Italien (40 Prozent) oder Frankreich (37 Prozent). Kaum unfreiwillige Teilzeit gab es in den Niederlanden, den USA und Großbritannien – allerdings waren zum Erhebungszeitpunkt die Wirkungen der Finanzkrise noch nicht spürbar.

Ein hoher Anteil der Teilzeitbeschäftigten – überwiegend Frauen – arbeitet wegen der Betreuung von Kindern nicht in Vollzeit. Unter diesen gibt es auch viele, die gern mehr arbeiten würden, wenn es denn bessere Betreuungsmöglichkeiten gäbe. Dabei sind in Deutschland weniger die Kosten der Betreuung das Problem – diese sind geringer als in vielen anderen Ländern. Problematisch ist vielmehr die Verfügbarkeit von Vollzeit-Betreuungsplätzen.

Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-Industrie
Gutachten, 9. Februar 2017

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Das Familiengeld soll Eltern finanziell belohnen, die sich die Erwerbsarbeit in einem Korridor von 28 bis 36 Stunden gleichmäßig aufteilen. Eine Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des Verbandes Gesamtmetall gemacht hat, zeigt, dass diese Leistung den Fachkräfteengpass in der Metall- und Elektro-Industrie verstärkt. mehr

Arbeitszeitwünsche von Frauen und Männern
IW-Kurzbericht, 17. Januar 2017

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Frauen und Männer haben unterschiedliche Präferenzen hinsichtlich des Umfangs ihrer Arbeitszeit. Eine Auswertung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) verdeutlicht, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine zentrale Ursache für divergierende Arbeitszeitwünsche darstellt. Allerdings unterscheiden sich die Wunscharbeitszeiten auch bei Frauen und Männern ohne Betreuungspflichten noch deutlich. mehr

Arbeitsmarktreformen – Unnötige Regulierungen
IW-Nachricht, 11. Januar 2017

Entgeltgleichheitsgesetz und Rückkehrrecht Unnötige RegulierungenArrow

Im Jahr 2016 waren so viele Menschen in Deutschland beschäftigt wie nie zuvor. Dennoch hat die Regierung in dieser Legislaturperiode noch zwei Arbeitsmarktreformen auf der Agenda: das Lohngerechtigkeitsgesetz und den Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit. Beide Gesetze sind weder nötig noch hilfreich. mehr