Stabilität statt Streikchaos Image
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Mit dem Tarifeinheitsgesetz will die Bundesregierung dafür sorgen, dass konkurrierende Gewerkschaften ihren Organisationsstreit nicht auf dem Rücken von Arbeitgebern und unbeteiligten Kunden austragen. Die Bahnstreiks im letzten Herbst haben gezeigt, wohin solche Konflikte führen können.

Über Jahrzehnte hinweg galt in Deutschland der Grundsatz „ein Betrieb gleich ein Tarifvertrag“. Dieser Grundsatz war neben dem Flächentarifvertrag eine elementare Säule der deutschen Arbeitsbeziehungen. Beides zusammen sicherte ein hohes Maß an sozialem Frieden. Dies war ein Standortvorteil, der Arbeitsplätze sicherte.

Tarifkonkurrenz fragmentiert indes die Tarifverhandlungen, schürt Neid zwischen Gewerkschaften, Berufsgruppen und Beschäftigten und erhöht die Konfliktrisiken. Tarifverhandlungen mit Spartengewerkschaften dauern länger und eskalieren leichter als die der Branchengewerkschaften. (siehe dazu: IW policy paper 1/2015)

Das geplante Tarifeinheitsgesetz schränkt die Tariffähigkeit von Spartengewerkschaften ohnehin nicht ein. In Einzelfällen kann es zu einer Einschränkung des Streikrechts kommen, wenn sich Gewerkschaften untereinander nicht einigen können, aber die größere Gewerkschaft einen Tarifvertrag abschließen will. Damit schützt der Gesetzgeber das Gemeinwohl und er sichert die Funktionsfähigkeit der Tarifautonomie.

IW policy paper

Hagen Lesch / Paula Hellmich: Das Tarifeinheitsgesetz – Juristischer Balanceakt mit ökonomischer Wirkung

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Ansprechpartner

13. Januar 2017

ver.di Mit Streiklust gegen MitgliederschwundArrow

Fünfzehn Jahre nach der Gründung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft fällt die Bilanz gemischt aus. Die Mitgliederzahl von ver.di ging um ein gutes Viertel zurück, die Finanzen sind wieder auf dem aufsteigenden Ast – auch dank höherer Lohnabschlüsse. mehr auf iwd.de

IW-Trends, 9. Januar 2017

Hagen Lesch Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.diArrow

Im Jahr 2001 schlossen sich fünf Gewerkschaften zur Vereinten Dienstleis­tungsgewerkschaft (ver.di) zusammen. Fünfzehn Jahre nach der Gründung fällt die ver.di-Bilanz eher gemischt aus. Die Anzahl der Mitglieder sank um 27 Prozent und die Tarifbindung ging in einzelnen Tarifbereichen spürbar zurück. mehr

Verdi im Kampfmodus
IW-Pressemitteilung, 9. Januar 2017

Gewerkschaften Verdi im KampfmodusArrow

Lufthansa, Eurowings, Amazon – das Jahr 2016 war wieder reich an Streiks. Das liegt auch an der veränderten Strategie von Verdi, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt: 15 Jahre nach ihrer Gründung setzt die Dienstleistungsgewerkschaft zunehmend auf Konfrontation. mehr