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DGB-Chef Michael Sommer, Quelle: Wikimedia

Zu den Erfolgen gehört insbesondere, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf 29 Millionen gestiegen ist. Sie liegt damit um rund 700.000 über dem Stand des Jahres 2000, als die „New Economy“ boomte. Dass der Niedriglohnsektor nach den Hartz-Reformen wuchs, ist richtig. Dies war ja gerade eine Strategie, um die hohe Arbeitslosigkeit zu reduzieren – was auch gelang: Von über 5 Millionen Arbeitslosen ist die Zahl auf weniger als 3 Millionen gesunken.

Richtig ist auch, dass mit dem Ende der Krise die Zahl der Zeitarbeitnehmer wieder gestiegen ist – auf gut 900.000. Nach Einschätzung von Experten ist damit das Wachstumspotenzial dieser Branche weitgehend ausgeschöpft. Zeitarbeit bietet vor allem geringer Qualifizierten einen Weg in die Beschäftigung. Auch dieses Ziel der Hartz-Reformen wurde erreicht. Die Tarifparteien sind nun dabei, die Bezahlung der Zeitarbeitnehmer zu überprüfen. Verhandelt wird über Branchenzuschläge. Vor allem den in der Industrie eingesetzten Zeitarbeitnehmern könnten ordentliche Lohnerhöhungen winken. Es gibt also auch Erfolge zu vermelden. Nur werden die am „Tag der Arbeit“ nicht gerne gehört.

Ansprechpartner

13. Januar 2017

ver.di Mit Streiklust gegen MitgliederschwundArrow

Fünfzehn Jahre nach der Gründung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft fällt die Bilanz gemischt aus. Die Mitgliederzahl von ver.di ging um ein gutes Viertel zurück, die Finanzen sind wieder auf dem aufsteigenden Ast – auch dank höherer Lohnabschlüsse. mehr auf iwd.de

IW-Trends, 9. Januar 2017

Hagen Lesch Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.diArrow

Im Jahr 2001 schlossen sich fünf Gewerkschaften zur Vereinten Dienstleis­tungsgewerkschaft (ver.di) zusammen. Fünfzehn Jahre nach der Gründung fällt die ver.di-Bilanz eher gemischt aus. Die Anzahl der Mitglieder sank um 27 Prozent und die Tarifbindung ging in einzelnen Tarifbereichen spürbar zurück. mehr

Verdi im Kampfmodus
IW-Pressemitteilung, 9. Januar 2017

Gewerkschaften Verdi im KampfmodusArrow

Lufthansa, Eurowings, Amazon – das Jahr 2016 war wieder reich an Streiks. Das liegt auch an der veränderten Strategie von Verdi, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt: 15 Jahre nach ihrer Gründung setzt die Dienstleistungsgewerkschaft zunehmend auf Konfrontation. mehr