Syrien-Konflikt Image
Quelle: Fotolia

Konflikte im mittleren Osten führen immer zu Unsicherheiten über die Ölversorgung. Schließlich ist die Region der wichtigste Öllieferant der Welt – beinahe jedes dritte Fass des schwarzen Goldes kommt aus dem arabischen Raum. Eine deutliche Einschränkung der Förder- und Exportmöglichkeiten würde die Ölverbraucher weltweit empfindlich treffen.

Entsprechend wird der Bürgerkrieg in Syrien mit Sorge betrachtet, obwohl Syrien selbst kein bedeutender Spieler im Ölgeschäft ist: Im Jahr 2011 förderte das Land nur 327.000 Barrel – also rund 52 Millionen Liter – am Tag, dies entsprach etwa dem Produktionsniveau von Vietnam. Im Zuge des Bürgerkrieges hat sich die Ölförderung halbiert und lag 2012 mit 164.000 Barrel täglich nur noch auf dem Niveau von Italien. Die Jahresproduktion Syriens entspricht damit in etwa dem, was Saudi Arabien, der weltgrößte Öllieferant, in fünf Tagen produziert. Der Weltmarktanteil syrischen Öls liegt gerade einmal bei 0,2 Prozent. Selbst wenn Syriens Öllieferungen vollständig ausblieben, würde dies also keinen nennenswerten Einfluss auf die weltweite Versorgung haben.

Kritischer kann es jedoch werden, wenn sich der Konflikt ausweitet und beispielsweise der Iran mit einbezogen wird. Denn wenn am Persischen Golf wichtige Transportrouten bedroht werden, hätte dies erhebliche Turbulenzen auf den Märkten und einen deutlichen Preisanstieg zur Folge.

Ansprechpartner

29. November 2016

Energiewende Strom sucht SpeicherArrow

Um Wind- und Sonnenenergie optimal zu nutzen und eine sichere Stromversorgung zu garantieren, werden künftig mehr Pumpspeicher, Batterieblöcke, Wasserstoffanlagen und andere Speicher benötigt. Doch das allein wird nicht reichen. mehr auf iwd.de

Siedlungsabfall
IW-Nachricht, 23. November 2016

Siedlungsabfall Deutschland produziert zu viel MüllArrow

Vom 19. bis zum 27. November findet die diesjährige Europäische Woche der Abfallvermeidung – kurz EWAV – statt. Das Thema ist brandaktuell, denn jeder einzelne Europäer produziert durchschnittlich 474 Kilogramm Müll pro Jahr. In Deutschland ist es sogar noch mehr – allerdings wird hierzulande auch mehr recycelt. mehr

Industriemetallpreis-Index
Gastbeitrag, 12. November 2016

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Metallpreisindex testet AbwärtskorridorArrow

Auf den Metallmärkten ist es im Oktober zu einem Preisanstieg auf breiter Front gekommen, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung. Mit Ausnahme der Edelmetalle Gold und Silber sind alle wichtigen, international in Dollar notierten Metalle teurer geworden. mehr