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Dabei gilt: Solange die Kunden nicht zu günstigeren Anbietern wechseln, können sie auch nicht auf niedrigere Preise hoffen. Zudem darf nicht vergessen werden, dass vor allem Steuern und Abgaben für die überdurchschnittlichen Preise verantwortlich sind. Seit mehr als einem Jahrzehnt ist der Strommarkt für den Wettbewerb geöffnet. Wie in jedem Markt steht es dem Anbieter frei, einen Preis zu fordern – und dem Kunden, sich einen günstigen Anbieter auszusuchen. Preise rechtfertigen sich nicht aus den Kosten, sondern sind das Ergebnis von Angebot und Nachfrage.

Den deutschen Stromkunden scheint der Preis aber gar nicht so wichtig zu sein. Jedenfalls reichen die hohen Stromkosten nicht aus, um sich nach einem günstigeren Anbieter umzusehen. Das genau ist aber die Chance des liberalisierten Strommarkts. Hier sind die Verbraucher überhöhten Preisen nicht schutzlos ausgeliefert, sie können die Angebote der zahlreichen Unternehmen wahrnehmen.Dass der Strompreis in Deutschland 40 Prozent über dem EU-Durchschnitt liegt, ist vor allem auf höhere Steuern und Abgaben zurückzuführen. Würde hierzulande nur die durchschnittliche Abgabenbelastung gelten, könnte die Kilowattstunde 22 Prozent weniger kosten. Die Erhöhung der Kosten für erneuerbare Energien weist aber in die andere Richtung.

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10. Oktober 2016

Erneuerbare Energien Ökostrom wird noch teurerArrow

Die Erzeugung von Strom aus Sonnenenergie, Windkraft und Co. kostet nach wie vor deutlich mehr, als sie am Markt einbringt. Daran ändert auch die jüngste Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) grundsätzlich nichts. Die Förderkosten dürften in den kommenden zehn Jahren sogar noch weiter steigen. Die Politik muss gegensteuern – auf ganz bestimmte Weise. mehr auf iwd.de

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IW-Nachricht, 20. Mai 2016

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Fünf Jahre nach dem Reaktorunglück von Fukushima ist die Energiewende in Deutschland nur teilweise auf dem richtigen Weg. Das zeigt eine Zwischenbilanz des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). mehr