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Die Bundesregierung hat die Energiewirtschaft und die Stromkunden als Geldquelle zum Stopfen von Haushaltslöchern entdeckt. So soll eine Brennelementesteuer für Strom aus Kernenergie jedes Jahr 2,3 Milliarden Euro einbringen. Für die Stromerzeuger werden Kernkraftwerke damit weniger wirtschaftlich. Das kann dazu führen, dass es betriebswirtschaftlich Sinn macht, einzelne Kraftwerke vorzeitig abzuschalten.

Die erneuerbaren Energien sind aber noch nicht in der Lage, die Kernenergie komplett zu ersetzen. Schließlich kommt es darauf an, immer genau die richtige Menge an Strom im Netz zu haben. Das ist mit Energiequellen wie Wind und Sonne, die eine stark schwankende Strommenge liefern, allein nicht zu erreichen.

Auch der deutsche Stromexport ist kein Zeichen dafür, dass Strom aus Kernenergie in Deutschland überflüssig ist. Zwar ist Deutschland seit einigen Jahren Nettoexporteur von Strom. Zuletzt machte der Exportüberschuss aber gerade einmal ein Zehntel des Stroms aus Kernenergie aus. Und vor allem: Der Export resultiert insbesondere daraus, dass überflüssiger Strom abgegeben werden muss, wenn Wind- und Solaranlagen mit voller Kraft laufen. Ein Puffer für Zeiten der Flaute ist dieser Exportstrom gerade nicht.

EEG-Reform
IW-Nachricht, 8. Juli 2016

EEG-Reform Ein bisschen mehr MarktArrow

Der Bundestag hat die Reform des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) verabschiedet. Ab 2017 wird nicht mehr jedes Windrad und jede Solaranlage gefördert. Stattdessen müssen sich die Betreiber auf die Förderung bewerben. Das hat Vorteile, geht jedoch nicht weit genug. mehr

EEG-Reform
IW-Nachricht, 27. Mai 2016

EEG-Reform Ausbautempo bleibt zu hochArrow

Mal wieder wird in Berlin um die Verteilung der Fördergelder für erneuerbare Energien gestritten. Die Bundesregierung will die Förderung grundlegend ändern. Kritiker rufen bereits das Ende der Energiewende aus. Tatsächlich werden die Ausbauziele auch mit der geplanten Gesetzesänderung überschritten – auf Kosten der Verbraucher. mehr

Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG)
IW-Kurzbericht, 27. Mai 2016

Esther Chrischilles Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) – Ausbautempo bleibt hochArrow

Will ein Anlagenbetreiber, der Strom aus erneuerbaren Energien produziert, gefördert werden, muss er sich zukünftig darauf bewerben. Denn ab 2017 gibt der Gesetzgeber eine feste Menge an installierter Leistung vor, die im Jahr ans Netz gehen darf. Ziel ist es, den Ausbau insgesamt in den vorgesehenen Zielkorridoren zu halten. Kritiker sehen das Ende der Energiewende eingeläutet. Aufgrund des derzeitigen EEG-Entwurfs ist jedoch vielmehr mit einem Überschreiten des Zielkorridors zu rechnen. Weiterhin fehlt eine Beteiligung der Anlagenbetreiber am Preisrisiko. mehr