Image
Quelle: fotolia

UFO muss sich als Spartengewerkschaft für Flugbegleiter gegenüber der Konkurrenzgewerkschaft ver.di profilieren und gleichzeitig die Erwartungen ihrer Mitglieder kanalisieren. Zugeständnisse an die Arbeitgeber lassen sich bei den Mitgliedern leichter vermitteln, wenn zuvor alle Mittel ausgeschöpft worden sind, auch der Arbeitskampf.

Mit der zweiten Streikwelle hat die Flugbegleiter-Organisation ihre Streikmacht hinreichend demonstriert. Damit kann sie jetzt an den Verhandlungstisch zurückkehren. Dabei muss sie Kompromisse eingehen, denn die Lufthansa wird in den Verhandlungen nicht zulassen, dass UFO den Ver.di-Abschluss vom Januar erkennbar überbietet. Dies würde einen Aufschaukelprozess zwischen den konkurrierenden Gewerkschaften anstoßen, der das Unternehmen langfristig viel Geld kostet.

UFO wird auch aus einem anderen Grund bald wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren. Die Gewerkschaft weiß nämlich, dass ein Arbeitskampf nur erlaubt ist, wenn er auf den Abschluss eines Tarifvertrages abzielt – und nicht auf Machtkämpfe mit konkurrierenden Organisationen.

Ansprechpartner

IW-Kurzbericht, 26. Januar 2017

Galina Kolev / Thomas Puls Trumponomics und die deutsche AutoindustrieArrow

Die deutsche Wirtschaft blickt der Amtszeit des neuen US-Präsidenten Donald Trump mit gemischten Gefühlen entgegen. Die Vorteile für die deutsche Wirtschaft, die aus den geplanten Steuersenkungen und dem Infrastrukturprogramm zu erwarten sind, dürften bei weitem durch die Gefahren überschattet werden, sollte seine handelspolitische Strategie umgesetzt werden und zu einer Trendwende bei der globalen Handelspolitik führen. Ein sich global ausbreitender Protektionismus wäre Gift für das deutsche Exportmodell. Für die Autoindustrie bestehen da besondere Risiken. mehr

13. Januar 2017

ver.di Mit Streiklust gegen MitgliederschwundArrow

Fünfzehn Jahre nach der Gründung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft fällt die Bilanz gemischt aus. Die Mitgliederzahl von ver.di ging um ein gutes Viertel zurück, die Finanzen sind wieder auf dem aufsteigenden Ast – auch dank höherer Lohnabschlüsse. mehr auf iwd.de

IW-Trends, 9. Januar 2017

Hagen Lesch Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.diArrow

Im Jahr 2001 schlossen sich fünf Gewerkschaften zur Vereinten Dienstleis­tungsgewerkschaft (ver.di) zusammen. Fünfzehn Jahre nach der Gründung fällt die ver.di-Bilanz eher gemischt aus. Die Anzahl der Mitglieder sank um 27 Prozent und die Tarifbindung ging in einzelnen Tarifbereichen spürbar zurück. mehr