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UFO muss sich als Spartengewerkschaft für Flugbegleiter gegenüber der Konkurrenzgewerkschaft ver.di profilieren und gleichzeitig die Erwartungen ihrer Mitglieder kanalisieren. Zugeständnisse an die Arbeitgeber lassen sich bei den Mitgliedern leichter vermitteln, wenn zuvor alle Mittel ausgeschöpft worden sind, auch der Arbeitskampf.

Mit der zweiten Streikwelle hat die Flugbegleiter-Organisation ihre Streikmacht hinreichend demonstriert. Damit kann sie jetzt an den Verhandlungstisch zurückkehren. Dabei muss sie Kompromisse eingehen, denn die Lufthansa wird in den Verhandlungen nicht zulassen, dass UFO den Ver.di-Abschluss vom Januar erkennbar überbietet. Dies würde einen Aufschaukelprozess zwischen den konkurrierenden Gewerkschaften anstoßen, der das Unternehmen langfristig viel Geld kostet.

UFO wird auch aus einem anderen Grund bald wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren. Die Gewerkschaft weiß nämlich, dass ein Arbeitskampf nur erlaubt ist, wenn er auf den Abschluss eines Tarifvertrages abzielt – und nicht auf Machtkämpfe mit konkurrierenden Organisationen.

Ansprechpartner

13. Januar 2017

ver.di Mit Streiklust gegen MitgliederschwundArrow

Fünfzehn Jahre nach der Gründung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft fällt die Bilanz gemischt aus. Die Mitgliederzahl von ver.di ging um ein gutes Viertel zurück, die Finanzen sind wieder auf dem aufsteigenden Ast – auch dank höherer Lohnabschlüsse. mehr auf iwd.de

Verdi im Kampfmodus
IW-Pressemitteilung, 9. Januar 2017

Gewerkschaften Verdi im KampfmodusArrow

Lufthansa, Eurowings, Amazon – das Jahr 2016 war wieder reich an Streiks. Das liegt auch an der veränderten Strategie von Verdi, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt: 15 Jahre nach ihrer Gründung setzt die Dienstleistungsgewerkschaft zunehmend auf Konfrontation. mehr

IW-Trends, 9. Januar 2017

Hagen Lesch Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.diArrow

Im Jahr 2001 schlossen sich fünf Gewerkschaften zur Vereinten Dienstleis­tungsgewerkschaft (ver.di) zusammen. Fünfzehn Jahre nach der Gründung fällt die ver.di-Bilanz eher gemischt aus. Die Anzahl der Mitglieder sank um 27 Prozent und die Tarifbindung ging in einzelnen Tarifbereichen spürbar zurück. mehr