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Bisher waren allzu große Sparanstrengungen nicht notwendig, um das Ziel der deutschen Schuldenbremse schnellstmöglich zu erreichen, denn die Einnahmeseite entwickelte sich prächtig. Für 2013 rechnen die Steuerschätzer mit Steuereinnahmen von 615 Milliarden Euro; für 2017 sollen es laut Schätzung schon über 700 Milliarden Euro sein. In den nächsten vier Jahren wüchsen die Steuereinnahmen damit jedes Jahr um durchschnittlich 3,4 Prozent. Gleichzeitig steigt aber auch die Steuerquote – also der prozentuale Anteil, den jeder Haushalt an Steuern zu zahlen hat. Denn statt die kalte Progression einzudämmen, wurde nur der Grundfreibetrag erhöht. Die Folge: Mit jeder Lohnerhöhung werden durch die progressive Einkommenssteuer automatisch anteilig höhere Abgaben fällig.

Wenn die Finanzminister jetzt also 2,8 Milliarden weniger zur Verfügung haben als einst kalkuliert, sollten sie nicht an Steuererhöhungen denken. Denn Geld ist genug da. Die Politik muss nur überprüfen, ob sie es an den richtigen Stellen ausgibt.

Ansprechpartner

10. Januar 2017

Geldpolitik Bargeld bremst Wirkung der GeldpolitikArrow

Die Europäische Zentralbank flutet die Märkte seit Jahren mit Geld, um die Inflation anzukurbeln. Die althergebrachte Methode funktioniert jedoch nicht mehr. Einer der Gründe: Die EU-Bürger horten Bargeld. mehr auf iwd.de

Ein bisschen mehr Netto vom Brutto
IW-Kurzbericht, 9. Januar 2017

Martin Beznoska / Tobias Hentze Ein bisschen mehr Netto vom BruttoArrow

Mit jedem Jahreswechsel ändern sich die Eckwerte zur Berechnung der Steuer- und Abgabenlast: In diesem Jahr werden zum Ausgleich der kalten Progression der Steuertarif leicht abgeflacht und die Freibeträge erhöht. Allerdings steigt der Beitragssatz zur Pflegeversicherung. Zudem erhöhen sich die Bemessungsgrenzen zur Renten- und Krankenversicherung, so dass für Single, Alleinerziehende und Familien nur ein kleines Plus übrigbleibt. mehr

The U.S. experience should lead the way
Gastbeitrag, 3. Januar 2017

Michael Hüther in The International Economy The U.S. experience should lead the wayArrow

Despite of the European Central Bank’s (ECB) accommodative monetary policy stance, Euro Area inflation expectations remain persistently depressed. Financial intermediaries’ interest rate margins have been squeezed and the secondary market for sovereign debt is running out of bonds. As a consequence more and more European economists call for a tool of last resort – helicopter money. A contribution by Michael Hüther for The International Economy, a specialized quarterly magazine. mehr