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Im Gegenteil: Unternehmen, die steuerliche Gestaltungsspielräume nutzen, bunkern das gesparte Geld keineswegs auf Konten in der Ferne. Vielmehr investieren sie es wieder – auch in Deutschland.

Bei einer allzu schnellen Verurteilung ist also Vorsicht geboten. Entscheidend ist, ob die Steuerbehörden wissen, wie viel Geld wo angelegt wird. In der Tat ist es eine Straftat, dem deutschen Finanzamt ausländische Einkünfte zu verschweigen. Der deutschen Staatskasse entgehen auf diese Weise Steuereinnahmen und die ehrlichen Steuerzahler sind die Dummen. Deshalb ist es gut, dass nun internationale Netzwerke, die einzig dem Zweck der Steuerhinterziehung dienen, aufgedeckt werden.

Für international tätige Unternehmen gehört es dagegen zum betriebswirtschaftlichen Kalkül, Geschäftsfelder dort anzusiedeln, wo es kostengünstig ist. Deshalb werden einfache Produktionsschritte dort ausgeführt, wo Arbeitskräfte billig sind. Technisch anspruchsvolle Aufgaben werden dagegen in einem Umfeld mit gut ausgebildeten Fachkräften wie zum Beispiel in Deutschland erledigt. Das gleiche Prinzip gilt beim Thema Finanzgeschäfte: Sie werden in der Regel dort gemacht, wo sie günstig möglich sind.

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11. Januar 2017

Lohnstückkosten Die Kostenbelastung bleibt hochArrow

Die deutsche Industrie muss im Vergleich zur internationalen Konkurrenz weiterhin mit einem deutlichen Kostennachteil zurechtkommen. In den Jahren seit der Finanz- und Wirtschaftskrise sind die Lohnstückkosten in Deutschland sogar deutlich schneller gestiegen als im Ausland. mehr auf iwd.de

Ein bisschen mehr Netto vom Brutto
IW-Kurzbericht, 9. Januar 2017

Martin Beznoska / Tobias Hentze Ein bisschen mehr Netto vom BruttoArrow

Mit jedem Jahreswechsel ändern sich die Eckwerte zur Berechnung der Steuer- und Abgabenlast: In diesem Jahr werden zum Ausgleich der kalten Progression der Steuertarif leicht abgeflacht und die Freibeträge erhöht. Allerdings steigt der Beitragssatz zur Pflegeversicherung. Zudem erhöhen sich die Bemessungsgrenzen zur Renten- und Krankenversicherung, so dass für Single, Alleinerziehende und Familien nur ein kleines Plus übrigbleibt. mehr

5. Januar 2017

Forschungsausgaben Aller guten Dinge sind 3,5Arrow

Die deutsche Wirtschaft hat im Jahr 2015 mehr denn je in Forschung und Entwicklung investiert. Doch um zur internationalen Spitze aufzuschließen, reicht das gesamtwirtschaftliche Engagement noch nicht aus. Die Bundesregierung wäre deshalb gut beraten, endlich eine steuerliche Forschungsförderung auf den Weg zu bringen. mehr auf iwd.de