Schwarzarbeit Image
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Der Öffentlichkeit werden als Beleg für die vermeintlich erfolgreiche Arbeit aufgedeckte Schäden in Höhe von über 600 Millionen Euro (2006) präsentiert. Tatsächlich werden aber nur zusätzliche Steuer- und Sozialversicherungseinnahmen in Höhe von 30 Millionen und Einnahmen durch Geldbußen von knapp 10 Millionen erzielt. Damit werden jährlich nur 5 bis 10 Prozent der Schäden wieder gutgemacht. Dem stehen Kosten von 400 Millionen Euro (2007) für die rund 6.500 Kontrolleure gegenüber. Diese befassen sich zudem zu mehr als 70 Prozent mit kleineren Fällen von Leistungsmissbrauch. Hier reicht ein einfacher Datenabgleich zwischen den Sozialleistungsträgern aus, um den Sozialbetrug aufzudecken.

Die FKS sollte sich dagegen auf die schweren Fälle von Schwarzarbeit konzentrieren. Sie muss zudem im Außendienst stärker Präsenz zeigen, damit potenzielle Schwarzarbeiter und ihre Chefs abgeschreckt werden. Sie sollte überdies mit Forschungsinstituten zusammenarbeiten, welche bei der Datenauswertung und Vermeidung von Schwarzarbeit helfen können.

EU-Pläne gegen Steuervermeidung
IW-Nachricht, 25. Mai 2016

EU-Pläne gegen Steuervermeidung Deutschland darf nicht zu viel erwartenArrow

Die Europäische Kommission will heute ein Maßnahmenpaket auf den Weg bringen, um Steuervermeidung zu bekämpfen. Politiker träumen deshalb bereits von vielen zusätzlichen Steuer-Milliarden, die ihnen eine Studie der OECD verspricht. Doch die Studie beruht teilweise auf fragwürdigen Annahmen und für große Industrieländer wie Deutschland wäre der Effekt ohnehin minimal. mehr

IW-Kurzbericht, 24. Mai 2016

Martin Beznoska / Tobias Hentze Tax Policy – The Fiscal Revenue Effects of International Tax PlanningArrow

In the course of the “Panama Papers” discussion, questions arise concerning the fiscal effects of international profit shifting and tax avoidance. A recent OECD study estimates the worldwide corporate tax losses to lie between 4 and 10 percent of the revenues. Applied to Germany, this would reflect between 3 and 7 billion Euro or maximum 1 percent of total tax revenues. However, the estimation underlies questionable assumptions and therefore severe uncertainties. mehr

IW-Kurzbericht, 8. April 2016

Theresa Eyerund und Marie Möller Steueroasen – Mit Kontrolle und Kavallerie gegen Briefkastenfirmen?Arrow

Ein internationaler Rechercheverbund hat dubiose Finanzgeschäfte bekannter Persönlichkeiten enthüllt. Die „Panama Papers“ werden auch Deutschland lange beschäftigen. Von mehr Kontrolle bis hin zur Entsendung der Kavallerie reichen die Vorschläge, mit denen gegen Steueroasen vorgegangen werden soll. Leere martialische Drohungen sind nicht glaubwürdig und juristische Lösungen alleine reichen nicht. Vielmehr sollten die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Eliten ihrer Vorbildfunktion gerecht werden – schon aus purem Eigeninteresse. mehr