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Mit dieser Aktion zeigt die Europäische Union Solidarität. Diese Solidarität ist aber nicht bedingungslos, sondern an harte Reformauflagen geknüpft. So müssen die Löhne gesenkt und die Renten gekürzt werden. Außerdem sollen das marode Steuersystem und der überbesetzte und inkompetente Verwaltungsapparat reformiert werden. Das könnte auch ein wirksamer Schritt sein, um die im Land verbreitete Korruption zumindest zu verringern. Diese lähmt die Wirtschaft und schreckt ausländische Investoren ab.

Die griechische Regierung muss sich nun darauf konzentrieren, ausländische Firmen anzulocken. Griechenland muss als Investitionsstandort attraktiv werden, durch steuerliche Vergünstigungen und eine verschlankte Bürokratie.

Ob die griechische Regierung alle ihre Vorhaben umsetzen kann, steht in den Sternen. Der Unmut in der Bevölkerung wächst. Soziale Spannungen nehmen zu. Diese werden die nächsten Wahlen entscheidend beeinflussen. Und der Wahlausgang entscheidet darüber, ob Griechenland den geforderten Konsolidierungsweg tatsächlich gehen wird. Einige besonders radikale Parteien haben bereits im Falle einer Regierungsbeteiligung ihr Nein zum Reformpaket bekundet. Zudem ist es mehr als fraglich, ob Griechenland schon im Jahr 2014 in der Lage sein wird, sich am internationalen Kapitalmarkt frische Kredite zu besorgen, besonders so kurz nach einem wenig vertrauensbildenden Schuldenschnitt.

Ansprechpartner

Presseveranstaltung, 23. Januar 2017

Pressegespräch Mit Trump, trotz Brexit: Wie die EU zu retten istArrow

Das IW hat analysiert, was die EU tun kann, um die Herausforderungen zu meistern und die Wirtschaft langfristig zu stärken. Unter anderem kommt dabei der EZB eine zentrale Rolle zu. Die Ergebnisse und die Entwicklungen erläutert IW-Direktor Michael Hüther in einem Pressegespräch. mehr

EU-Austritt
IW-Nachricht, 17. Januar 2017

EU-Austritt Harter Brexit, weiche Landung?Arrow

Die Briten wollen den harten Brexit: raus aus dem Binnenmarkt und raus aus der Zollunion. Das machte Premierministerin Theresa May in ihrer heutigen Rede klar. Doch auch das muss nicht das Ende des freien Handels zwischen der EU und Großbritannien bedeuten. Vielmehr ist ein Freihandelsabkommen 3.0 – also einer neuen Generation – denkbar. Dafür müssen aber beide Seiten aufeinander zugehen. mehr

IW-Unternehmensbefragung – Brexit
IW-Pressemitteilung, 12. Januar 2017

IW-Unternehmensbefragung Keine Angst vor dem BrexitArrow

Die große Mehrheit der Unternehmen in Deutschland reagiert gelassen auf den drohenden Brexit. Nur rund jedes 50. Unternehmen befürchtet starke Produktionseinbußen, wie eine IW-Umfrage zeigt. Die britische Regierung kann in den Austrittsverhandlungen folglich nicht darauf setzen, dass sich die deutsche Wirtschaft für weiche Kompromisse zugunsten der Briten einsetzt. mehr