Rente mit 69 Image
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Bei einem nahezu unveränderten Rentenzugangsalter beziehen deutsche Ruheständler heute im Schnitt mehr als 18 Jahre ihre gesetzliche Rente – sieben Jahre länger als noch 1970. Da die gesetzliche Altersversorgung im Umlageverfahren organisiert ist, müssen deshalb immer mehr Ruheständler von immer weniger Beitragszahlern finanziert werden. Wenn aber das Versorgungsniveau nicht weiter absinken soll und auch die Beitragszahler nicht stärker belastet werden können, dann bleibt nur die Anhebung der Regelaltersgrenze, um die Rentenkasse zu stabilisieren.

Nebenbei bemerkt: Die schon beschlossene Rente mit 67 kürzt weder den monatlichen Auszahlbetrag noch den Wert der Rente während der gesamten Bezugsdauer. Denn im besten Fall wird gerade einmal die bis 2030 zu erwartende Verlängerung der Lebenserwartung ausgeglichen.

Veranstaltung
Veranstaltung, 10. November 2016

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Gastbeitrag, 14. September 2016

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IW-Kurzbericht, 9. September 2016

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