Rente mit 67 Image
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In Westdeutschland ist es üblicher als gedacht, dass Männer auch nach dem sechzigsten Geburtstag berufstätig sind. So gingen im Jahr 2009 genau 48,4 Prozent der über 60-jährigen westdeutschen Männer einer Arbeit nach. Die meisten der 840.000 Erwerbstätigen sind Angestellte oder Arbeiter, es gibt aber auch 200.000 Selbstständige und 100.000 Beamte.

Dass die durchschnittliche Erwerbstätigenquote in Deutschland in dieser Altersgruppe indes rund 10 Prozentpunkte niedriger ausfällt als der Wert für die Westmänner, hat zwei Gründe: Zum einen haben früher im Westen viele Frauen ihren Beruf der Familie geopfert. Die Quote der erwerbstätigen älteren Frauen beträgt daher in Westdeutschland nur knapp 31 Prozent. Das drückt den Durchschnitt. Zum anderen sind die Erwerbstätigenquoten in den neuen Bundesländern aufgrund der höheren Arbeitslosigkeit niedriger. Daraus aber abzuleiten, dass Ältere generell zur Zeit schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt hätten und man deswegen mit dem Einstieg in die Rente mit 67 noch warten müsse, ist verfehlt.

Interview, 25. November 2016

Jochen Pimpertz im Deutschlandfunk "Gut, dass die Koalition sich nicht darauf hat einigen können"Arrow

Arbeitsministerin Andrea Nahles habe mit ihrem Wunsch, das Rentenniveau anzuheben und dafür einen höheren Beitragssatz einzufordern, Lasten verschoben, sagte Jochen Pimpertz im Deutschlandfunk. Und zwar "einseitig auf die jungen Beitragszahler", so der Rentenexperte im Institut der deutschen Wirtschaft Köln. Dies sei "eine grundlegend falsche Entscheidung". mehr

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IW-Nachricht, 25. November 2016

Zukunft der Altersversorgung Der Renten-Wahlkampf ist eröffnetArrow

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles plädiert für ein Mindestrentenniveau von 46 Prozent auch nach dem Jahr 2030. Das wird nur mit höheren Belastungen der nachfolgenden Generationen möglich sein. Den Nachweis, warum die bisherige doppelte Haltelinie nicht reicht, bleibt die Ministerin schuldig. mehr

Rentengipfel
IW-Nachricht, 24. November 2016

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