Rente mit 63 Image
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Viele Maßnahmen zur Fachkräftesicherung haben in den vergangenen Jahren erste Früchte getragen: Der Ausbau der Kinderbetreuung hat dazu geführt, dass mehr Mütter erwerbstätig sind, attraktivere Regelungen haben die Zuwanderung über die Hochschulen gestärkt und die Rentenpolitik hat dazu beigetragen, dass deutlich mehr Ältere beschäftigt werden als früher: Die Erwerbstätigenquote der 55- bis 64-Jährigen stieg von 2005 bis 2013 nach Eurostat- Angaben von 45,5 Prozent auf 63,5 Prozent.

Nun aber scheint sich diese Entwicklung durch die Rente mit 63 umzukehren. Im vergangenen Jahr gingen nur noch 0,45 Prozent mehr Ältere regulär arbeiten, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung unter Berufung auf die Bundesagentur für Arbeit. Betroffen von dieser „Delle“ – wie die Bundesregierung die Entwicklung nennt – dürften vor allem beruflich qualifizierte Fachkräfte sein, die die Rente mit 63 nutzen können. Denn die meisten Akademiker weisen im Alter von 63 keine 45 Beitragsjahre auf.

Gerade bei den von Engpässen besonders betroffenen beruflich qualifizierten MINT-Fachkräften war der Anteil der Ü63-Erwerbstätigen ohne Selbstständige und Beamte von 2005 bis 2011 um 71 Prozent gestiegen – von 112.700 auf 192.700. Ein möglicher Rückgang gerade in diesem Bereich würde die Fachkräftesicherung schwächen und damit auch die Wachstumsperspektiven deutscher Unternehmen. Auf diese Gefahr weist das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) bereits seit den ersten Diskussionen über die Rente mit 63 hin. Leider hat die Politik an der Idee festgehalten, obwohl vor allem die Verfügbarkeit beruflich qualifizierter Fachkräfte in den technischen Berufen nach Auskunft betroffener Unternehmen von höchster Bedeutung ist, um mit starker Innovationskraft international konkurrenzfähig zu bleiben.

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PISA-Studie
IW-Nachricht, 6. Dezember 2016

Neue PISA-Studie Großer Handlungsbedarf in MINT-FächernArrow

Nach einem jahrelangen Aufwärtstrend haben sich die Kompetenzen deutscher Schüler zuletzt nicht weiter verbessert. In Mathematik und den Naturwissenschaften haben sie sich im Vergleich zu anderen OECD-Staaten sogar leicht verschlechtert. Das ist insbesondere angesichts des steigenden Fachkräftebedarfs in den MINT-Berufen eine schlechte Nachricht. mehr

6. Dezember 2016

Bildung Kompetenzen stärken, Jobchancen verbessernArrow

In Europa können rund 70 Millionen Menschen nicht richtig lesen, schreiben und rechnen. Auch fehlt es vielen an digitalen Kompetenzen. Die EU-Kommission will das mit ihrer New Skills Agenda ändern. In deren Rahmen sollen unter anderem mehr junge Menschen für eine Berufsausbildung begeistert werden. Der Ansatz ist gut, doch mit dem Hauptpunkt der Agenda, einer „Kompetenzgarantie“, sendet die EU falsche Signale. mehr auf iwd.de

Diversity Management – Bunte Mischung aus Alt und Jung
Gastbeitrag, 5. Dezember 2016

Christiane Flüter-Hoffmann für Mediaplanet Diversity Management – Bunte Mischung aus Alt und JungArrow

Auszubildende unter 20 Jahre und Silver Worker über 65 Jahre – diese beiden Beschäftigtengruppen zeigen die große Spannweite von Altersgruppen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Ein Gastbeitrag von IW-Personalökonomin Christiane Flüter-Hoffmann auf dem Onlineportal erfolg-und-business.de der Agentur Mediaplanet. mehr